Ist Homosexualität heilbar?

Viele Leute landen versehentlich auf unserem Blog, nachdem Sie in Suchmaschinen nach Begriffen wie „xxx“ oder „Gayromeo“ gesucht haben. Auf Platz vier der häufigsten Suchbegriffe findet sich traurigerweise „homosexualität heilbar“. Den derartig Hilfesuchenden möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg geben…

Bevor man sich fragt, ob Homosexualität heilbar ist, sollte man sich zunächst die Frage stellen: Warum sollte man überhaupt versuchen, Homosexuelle zu „heilen“?

„Homosexuelle sind krank.“

Nein. Früher wurde Homosexualität zwar als Krankheit betrachtet, aber bereits 1968 war Homosexualität als Krankheitsbild umstritten. Seit 1992 ist Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endgültig von der Liste der Krankheitsbilder (International Classification of Diseases – ICD) gestrichen. Als Krankheitsbild vorhanden sind nur noch „Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung (ICD-10 F66)“ , insbesondere die sogenannte Ichdystone Sexualorientierung:

Die Geschlechtsidentität oder sexuelle Ausrichtung (heterosexuell,
homosexuell, bisexuell oder präpubertär) ist eindeutig, aber die
betroffene Person hat den Wunsch, dass diese wegen begleitender
psychischer oder Verhaltensstörungen anders wäre und unterzieht
sich möglicherweise einer Behandlung, um diese zu ändern.

„Homosexualität ist unnatürlich.“

Nein. Bei über 450 Tierarten wurde homosexuelles Verhalten nachgewiesen – von gelegentlichen Seitensprüngen bis zu fast lebenslangen Bindungen. Aber widerspricht das nicht der Evolutionstheorie? Homosexuelle können sich doch nicht fortpflanzen, müssten also aussterben… Der Soziobiologe E. Wilson meint dazu: „Beteiligen sich Homosexuelle etwa an der Aufzucht der Kinder von Verwandten, dann fördern sie indirekt auch die Verbreitung des eigenen Erbguts.“

“Homosexualität ist Sünde.”

Auch wenn die katholische Kirche uns das weismachen will – ob man Homosexualität als Sünde betrachtet, ist eine Frage der Interpretation von nur wenigen Bibelstellen. Dazu muss man wissen, dass zu der Zeit, in der die Bibel geschrieben wurde, unser heutiges Konzept von Homosexualität nicht existierte: eine liebevolle(!) Beziehung(!) zweier erwachsener(!) Menschen. Nimmt man die Bibelstellen genauer unter die Lupe, so stellt man fest, dass dort die Rede von Vergewaltigung, Pädophilie und heidnischen Ritualen ist – aber nicht von einer homosexuellen Beziehung im heutigen Sinne.

„Homosexualität ist nicht normal.“

Ja, Homosexuelle sind in der Tat eine Minderheit. Genauso geht es Linkshändern und Rothaarigen. All diese Personengruppen sind eben anders als die Mehrheit. Früher wurden Linkshänder „geheilt“ indem sie auf die Benutzung der rechten Hand umerzogen wurden. Inzwischen weiß man, dass diese Behandlung bei den Betroffenen zu psychischen Problemen, schlechteren Schulleistungen, Gedächtnis- oder Sprachstörungen geführt hat. Und warum wurde diese „Umerziehung“ überhaupt versucht? Nur weil Linkshändigkeit nicht die gesellschaftliche Norm war. Genauso geht es uns heute mit der sexuellen Orientierung…

„Aber ich will meine / mein Kind soll seine Homosexualität trotzdem loswerden!“

Warum? Liegt das vielleicht daran, dass Homosexualität im konkreten sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Kirchengemeinde, Dorfgemeinschaft) nicht akzeptiert wird? Man sollte sich klarmachen, dass in diesem Fall das Problem nicht beim Homosexuellen zu suchen ist, sondern beim homophoben Umfeld. Die naheliegenden Lösung dieses Problems wäre entweder die Konfrontation mit dem Umfeld und die Bekämpfung der Homophobie, oder der Wechsel des Umfelds, zum Beispiel durch einen Wohnsitzwechsel. Auch wenn ein Outing den Verlust von Freundschaften zur Folge hat: Freunde, die einen Menschen nicht mit allen seinen Eigenarten (insbesondere der sexuellen Orientierung) akzeptieren, sind keine Freunde. Wenn Eltern mit der Homosexualität des Kindes ein Problem haben, hilft vielleicht die Elternbroschüre „Da fiel ich aus allen Wolken“ des hessischen Sozialministeriums.

„Ich will aber unbedingt heterosexuell werden! Wer kann mir helfen?“

Wer jetzt immer noch den Wunsch hat, seine/ihre sexuelle Ausrichtung zu verändern, dem kann man nur raten sich an einen der vom LSVD gelisteten Therapeuten zu wenden, die alle angeben, sich den Problemen von Lesben und Schwulen vorurteilsfrei zu widmen. Wer allerdings hofft, dass diese tatsächlich die sexuelle Ausrichtung verändern können, der wird enttäuscht werden: Führende Psychologen sind der Ansicht, dass sogenannte reparative Therapien nicht nur nicht zum Erfolg führen, sondern potentiell schädigende Wirkung für die Therapierten haben. In einer Studie zum Verhalten von Psychologen gaben nur 4% der Therapeuten an, sie würden auf Nachfrage versuchen, die sexuelle Ausrichtung eines Patienten zu ändern. Ziel einer sogenannten affirmativen Therapie ist vielmehr, dass der Betroffene seine sexuelle Ausrichtung erforscht, akzeptiert, und in sein Leben integriert.

„Aber ich habe gehört, neuste wissenschaftliche Erkenntnisse behaupten, dass eine Heilung möglich ist.“

Vertreter der sogenannten Ex-Gay-Bewegung behaupten, sie könnten helfen, eine vorhandene homosexuelle in eine heterosexuelle Orientierung zu ändern. Wer psychisch halbwegs gesund bleiben will, sollte sich von derartigen „Behandlungen“ unbedingt fernhalten! Unter beyondexgay.com wird sehr gut zusammengestellt, welchen Schaden solche „Therapien“ anrichten: Viele Patienten haben nach jahrelanger Behandlung zwar nicht ihre Homosexualität, dafür aber ihre geistige Gesundheit, ihre Freunde, ihren Partner, ihren Glauben, ihren Job und jede Menge Geld verloren. Grund genug, um aktiv gegen Psychologen vorzugehen, die mit solch „wertlosen Therapien Menschenleben zerstören“.

Diese Gruppen berufen sich oft auf wissenschaftliche Studien, deren Aussagen dann jedoch fehlinterpretiert werden, wie zum Beispiel:

Die neue „Spitzer-Studie“ [...], an der 200 hochmotivierte Personen mit dem Wunsch nach Veränderung teilnahmen, zeigt: Vor der therapeutischen Begleitung sehnten sich 78% (Männer) bzw. 81% (Frauen) erotisch-sexuell nach einem Menschen gleichen Geschlechts, nach der Therapie waren dies nur noch 8% [...] bzw. 4%“.

Die zitierte Studie befasst sich jedoch in Wirklichkeit nicht mit allen Personen, die eine solche Therapie versucht haben, sondern nur solche „die beanspruchen, ihre sexuelle Orientierung von homosexuell nach heterosexuell geändert zu haben“ – also denen, bei denen die Therapie nach eigenen Angaben erfolgreich war. Es konnten in den ganzen USA gerade einmal 200 „Geheilte“ gefunden werden – diejenigen, bei denen eine Therapie nicht erfolgreich war, wurden in der Studie überhaupt nicht erwähnt.

Aktuelles Update: Im April 2012 hat der Verfasser Robert Spitzer sich für derartige Fehlinterpretationen entschuldigt:

Ich entschuldige mich bei allen homosexuellen Menschen, die ihre Zeit und Energie für irgendeine Form der reparativen Therapie verschwendet haben, weil sie glaubten ich habe bewiesen, dass [diese] bei einigen „hochmotivierten“ Personen wirksam sei.

Es werden auch gerne international anerkannte Organisationen zitiert
und dabei die Aussagen verdreht. So wird beispielsweise eine Aussage des Alfred Adler Instituts

wenn ein Klient den Wunsch äußert, seine sexuelle Orientierung zu ändern, dann dient uns diese Äußerung als Leitlinie für den weiteren [...] therapeutischen Prozeß.

dahingehend interpretiert, dass der „weitere therapeutische Prozeß“ eine Änderung der sexuellen Orientierung zum Ziel habe – dem widerspricht das zitierte Institut entschieden:

„Leider hat [...] nur zwei Sätze zitiert, nicht unseren ganzen Brief [...] Dann würde deutlich herauskommen, dass wir gerade keine grundsätzliche Therapiebedürftigkeit annehmen“

„Ich glaube das alles nicht.“

Vielleicht erscheint ja dieser sehr gute und ausführliche Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung glaubwürdiger. Und unter mission-aufklaerung.de findet man außerdem eine Reihe von Gutachten und Stellungnahmen zum Thema „Umpolung“.

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27 Antworten zu Ist Homosexualität heilbar?

26 Kommentare
  1. Sabri 05. Mrz 2013 19:28

    Homosexualität ist eine Krankheit eine psychische Störung, die in den USA und anderswo in der Welt inzwischen erfolgreich therapiert wird. Da dies eine Krankheit ist, braucht man die Homosexualität nicht mit einem neuen Gesetz zu tolerieren. Nur die Medien wollen uns einreden, dass Homosexualität in der Gesellschaft toleriert werden müsse. Viele Menschen sind gegen die Homo Ehe, weil es unsere gesellschaftlicher Struktur, Ethik und Moral vollkommen zerstört und die Fortpflanzung der menschlichen Rasse gefährdet.

    1. Fenchurch 05. Mrz 2013 22:15

      „Krankheit“, „psychische Störung“ -> falsch, siehe Punkt 1 oben im Artikel

      „erfolgreich therapiert“ -> falsch, siehe letzter Punkt oben im Artikel

      „Nur die Medien wollen uns einreden, dass Homosexualität in der Gesellschaft toleriert werden müsse.“ – > nein, das wollen dir die Homosexuellen einreden, die von dir einfach nur in Ruhe gelassen werden wollen, und ansonsten die gleichen Rechte für sich in Anspruch nehmen, die du für selbstverständlich hälst.

      „unsere gesellschaftlicher Struktur, Ethik und Moral vollkommen zerstört“ -> nein. Homosexuelle gab es schon immer, und wird es auch immer geben. Das hat nichts mit Ethik und Moral zu tun. Diskriminierung von Homosexuellen (bzw. die Unterlassung dessen) hat aber sehr wohl etwas mit Ethik und Moral zu tun. Siehe auch: „Die Homo-Ehe zerstört die Gesellschaft, weil…“

      „die Fortpflanzung der menschlichen Rasse gefährdet.“ -> Die menschliche Rasse wächst pro Tag um etwa 200.000 Menschen. Das Bevölkerungswachstum ist eines der zentralen globalen Probleme. Und wer ist daran schuld? Jedenfalls nicht die Homosexuellen…

  2. Liradu 09. Aug 2012 23:18

    Oh Gott, oh Gott! Ich glaube ich bin die Erste hier, die tolerant gegenüber der Homosexualität ist!
    Wenn ich lese was ihr alle hierhin schreibt! Homosexualität und Erbkrankheit, was für ein Schwachsinn! Das ist weder eine Erbkrankheit noch sonst irgendwie ansteckend.
    Es tut mir sehr Leid, dass ihr damit nicht klarkommt, besonders dann, wenn man selbst „betroffen“ ist. Das ist doch kein Leben wenn man sich den ganzen Tag selbst anlügt. Versucht euch doch selbst zu akzeptieren.
    Ich wanke ehrlich gesagt zwischen den zwei Richtungen, da ich noch jung bin. Aber ich glaube ich habe trotzdem mehr Grips als einige von euch hier.

    1. Eva 11. Aug 2012 08:46

      Nein – biste nicht – siehe etwas weiter unten. Allerdings bin ich NUR die Mutter eines homosexuellen Sohnes. Ich finde es auch erschreckend, wieviele „Betroffene“ ihre eigene Sexualität offensichtlich ablehnen. Mein Sohn hat sein SoSein akzeptiert und lebt in einer Partnerschaft und ist glücklich. Mir scheint das der EINZIGE Weg zu sein, zumal von seriösen Sexualmedizinern eine Therapie nur insoferne angezeigt ist, als dass man Depressionen aufgrund der Ächtung und Nichtakzeptanz der Gesellschaft behandelt. Ziel ist absolut die Akzeptanz der eigenen Sexualität. Außerdem, wen interessiert es bzw. wen hat es zu interessieren, was hinter Schlafzimmertüren passiert? Solange keine Kinder missbraucht werden und der Begriff der absoluten Freiwilligkeit unter Erwachsenen herrscht, ist das Jedermanns/-frau private Sache. Warum ist eigentlich niemand so erbost, wenn Kinder missbraucht werden? Und das NICHT nur von Homosexuellen (zB innerhalb der Kirche) – sondern sogar mehrheitlich von Heterosexuellen!!! Weil das NORMAL ist? Warum werden diese Menschen nicht mit der gleichen Heftigkeit ausgegrenzt wie sogenannte Andersartige?
      Ich kann nicht verstehen, warum in diesem Forum so viele offensichtlich Homosexuelle so feindselig diesem Thema gegenüberstehen. Ist eigentlich diesen Menschen klar, dass 10 % !!!! der Gesamtbevölkerung homosexuell ist? Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer noch wesentlich größer.
      Vielleicht solltet ihr wirklich mal mein Buch lesen …. (siehe weiter unten).

      Dir – liebe Liradu – wünsche ich jedenfalls auf deinem Weg alles Gute! Ich hoffe, du hast Eltern und Freunde, die dich so akzetieren wie du bist. Mein Sohn hat mit seinem Vater leider nicht so viel Glück.

  3. marc 15. Apr 2012 12:42

    Hallo!
    Selbstverständlich ist Homosexualität heilbar! Es gibt Studien über die „Umpolung“ sexuell normal ausgerichteter Männer in US amerikanischen Gefängnissen. Dort werden viele Männer zum gleichgeschlechtlichen Sex gezwungen und es gibt nicht wenige Fälle in denen diese Männer nach ihrem Gefängnisaufenthalt weiterhin als Schwule leben.
    Wenn also diese „Umpolung“ durch äußere Einflüsse in die eine Richtung möglich ist, ist es logisch, dass sie auch in die andere Richtung funktioniert.

    Ich denke wie jeder Einzelne mit dem Thema Homosexualität umgeht bleibt im Bereich der Meinungsfreiheit. Ich persönlich vorverurteile keinen Menschen, es ist nur so, dass ich mich sehr stark vor den sexuellen Praktiken schwuler Männer ekele und damit nichts zu tun haben möchte. Es wäre mir auch peinlich damit in Verbindung gebracht zu werden.

    1. Benny21 19. Jul 2012 17:44

      Hallo zusammen,
      ich finde es echt erschreckend, was manche hier vom Stapel lassen. Ich kann es echt nicht nachvollziehen, wie man im 21. JH immer noch denken kann, schwul zu sein ist ein Krankheit. Ich denke, wenn ich sage, dass ich mich überhaupt nicht krank fühle, sondern besser denn je, spreche ich für viele viele Schwule mehr. Wer gibt irgend jmd. das Recht zu sagen, schwul zu sein ist nicht normal, überhaupt, wer bestimmt schon was normal ist und was nicht?? Es muss doch jeder für sich selber entscheiden, was für ihn das Beste ist und wie er leben möchte. Viele reden zwar immer davon, dass es ihnen egal sei, sie nur nichts mit „denen“ zu tun haben wollen, doch ich bin sicher, es ist vielen nicht egal, sonst würde es ja nicht IMMERNOCH so viele homophobe Übergriffe weltweit geben!!!! Sicher hat nicht jeder den Mut, frei zu sagen, dass er schwul ist und sicher gibt es auch einige, die sich wünschen, es nicht zu sein, doch das ist lange kein Grund sich als „krank, widerlich, u.v.m.“ bezeichnen zu lassen.
      Ich denke, es liegt viel mehr im Verständnis und in der Aufklärung der Gesellschaft, dass immer noch so viele, insbesodere Männer, Probleme damit haben, wenn plötzlich ein guter Freund oder Bekannter sich outet, schwul zu sein.
      Ich persönlich würde mich jederzeit wieder outen, denn lieber begegne ich der ein oder anderen Kritik und versuche meinen Teil beizutragen, dass die vielen jungen schwulen und Lesben, die sich noch nicht geoutet haben, in der Gesellschaft akzeptiert werden, als dass ich mich verstecke dafür, dass ich liebe, wen ich will!!!
      In diesem Sinne esse ich jetzt glaube ich einen Apfel, um mich vor den wirklichen Krankheiten des Alltages zu schützen 😉

      1. Eva 02. Aug 2012 22:00

        Hallo Benny21,
        angenehm zu lesen, dass wenigstens einer „normale“ Ansichten hat. Unsere Gesellschaft scheint noch immer so verkorkst zu sein, dass sogar Betroffene selbst „geheilt“ werden wollen. Ein Buchtipp: „Ja Mama“, antwortete mein schwuler Sohn – von Eva anonym mit einem Vorwort von Dr. Georg Pfau, Sexualmediziner – http://www.epubli.de. Die authentische Geschichte einer Mutter, deren jüngster Sohn homosexuell ist mit Aufklärung und Hilfestellung vor allem gedacht für Eltern von homosexuellen Kindern, aber auch für Homosexuelle (Jugendliche).

    2. XXXXX 31. Jan 2013 08:14

      XXXXX

      [Auf Wunsch des Nutzers entfernt]

  4. Last Resort 05. Feb 2012 12:31

    Ich möchte noch eine Wichtige Ergänzung anbringen, meiner Meinung nach ist es ein Erbkrankheit die durch Inzest verursacht wurde.
    Wo nach der Verebungslehre erklärbar ist, Vater, Mutter, Kind wenn einer der Eltern Träger diesen Genes ist wird überkreuz Vater auf Mädchen (Lesbisch), Mutter auf Jungen (Schwul) vererbt, wenn beide diesen defekt haben (Bi) übertragen.
    Diese Schlussfolgerung halte ich für die einzig richtige.
    Dies kann ich nur sagen weil ich Wahrhaftig bin und mich schon immer da mit beschäftige, warum ich nicht so sein kann wie die anderen. Weil es eine Erbkrankheit ist werde ich auf Kinder verzichten, und werde als Single Leben ohne Frau und mich niemals meinem Eigenen Geschlecht zuwenden.
    Weil ich lieber mit Frauen zusammen bin, und mit Männern nichts anfangen kann sie sind mir vollkommen Fremd.

    1. respondeco 05. Feb 2012 16:53

      Ich würde eher die Nichtakzeptanz von dir selbst als psychische Krankheit bezeichnen, denn diese Nichtakzeptanz führt dazu, dass du dich nicht wohl fühlst und nicht deine Homosexualität.
      Denn wenn du deine Homosexulität akzeptierst, wird es dir auch gut gehen und dann bist du nach der Definition von Krankheit auch nicht mehr krank.

    2. Sokar 08. Apr 2012 01:29

      @Last Resort
      Dass Homosexualität eine Erbkrankheit sei, ist nicht bewiesen. Richtig ist jedoch, dass die Krankheit meistens dann ausbricht, wenn der Kontakt zum Elternteil des eigenen Geschlechts mangelhaft oder gestört ist (fehlende Identifikation); währenddessen das Verhältnis zum anderen Elternteil entweder dominant oder besonders abstossend ist. Vor 20 Jahren habe ich eine Reparationstherapie gemacht und lebe seit 17 Jahren enthaltsam. Mit zunehmendem Alter fällt einem die zöllibative Lebensweise immer einfacher.

      1. Nark 08. Aug 2012 13:36

        Ich kann nicht glauben, was ich hier lese.

  5. Last Resort 04. Feb 2012 22:38

    Ich kann es nur als betroffener sagen, es ist eine Erbkrankheit
    als wären die Gehirne vertauscht worden.
    Anders kann man es nicht beschreiben, deshalb ist es eine Krankheit die auf Psyche wirkt man will es nicht will, es ist wie eine Zwanghafte Handlung wo nur meiner Ansicht eine Hypnose hilft.
    Warum man es nicht will, weil man zu den anderen gehören will und kein Aussenseiter was man da durch wird. Man will so wie die anderen sein ganz Normal und nicht etwas wo für man nichts kann.

    1. respondeco 05. Feb 2012 16:46

      Warum versuchst du eigentlich „normal“ zu sein?
      Kein Mensch kann vollkommen normal sein, denn jeder Mensch ist einzigartig.
      Was macht es dir so unmöglich deine Andersartigkeit einfach zu akzetieren und stolz aus sie zu sein?
      Ich denke man kann ein glücklicheres Leben führen, wenn man sich so annimmt wie man eben ist und nicht versucht gewisse anteile an sich zu bekämpfen, denn diesen Kampf kannst du nicht gewinnen.
      Woher stammt eigentlich deine Abneigung gegen die Homosexualität? Haben dich deine Eltern so geprägt?

      1. Last Resort 05. Feb 2012 18:21

        Ich bin das Kind einer Alleinerziehenden Mutter und ohne Vater Aufgewachsen. Die sich mit Männern Nächte Lang rumgetrieben hat, und mich bei Ihrer Mutter abgeladen hat um Partys zu Feiern und Drogen zu nehmen. Sie ist auch keiner geregelten Arbeit nachgegangen, ich hatte nie einen Männlichen Bezugspunkt. Aus diesem Grund komme ich mit anderen Männer nicht klar, weil ich nicht weis wie ich mich gegenüber anderen Männern richtig Verhalten soll. Deshalb bin ich ihnen Suspekt, und will mit anderen meines Geschlechts nichts zu tun haben.
        Ich habe meine Wahl längst getroffen ich bin lieber mit einer Frau zusammen, Männer langweilen mich ich kann nichts mit ihnen anfangen. Die gehen mir auf die Nerven ich will nichts mit ihnen zu tun haben.

  6. Anti 14. Jan 2012 03:11

    Homos sind defintiv krank!

    1. respondeco 14. Jan 2012 12:37

      Worauf stützt du deine These?
      Behaupten kann das einfach jeder, aber ohne nachvollziehbare Gründe ist das ziemlich haltlos.
      Genau so gut könnte ich schließlich behaupten, du seist krank, obwohl ich das nicht wirklich beurteilen kann und letztendlich auch nicht stimmen muss.

    2. headphones 15. Jan 2012 01:41

      Nicht kranker als andere. Und auf jeden Fall sind sie – ohne mehr als diese Eigenschaft von einer betreffenden Person zu kennen – per se nicht kranker als Leute, die gezielt auf an Homosexuelle gerichtete Webseiten gehen, um einen solch „geistreichen“ Kommentar abzugeben. Hierhin gelangt man zumindest nicht durch Zufall.

  7. Ben 26. Dez 2011 21:36

    Ich finde es eine Schande, dass man Homosexualität nicht mehr als Krankheit anerkennt. So gibt es auch keine seriösen Therapeuten mehr, die einen von dieser schrecklichen Fehl-Polung heilen kann. Ich kenne einige Schwule, die liber normal sein würden. Aber keiner hilft ihnen. Stattdessen werden sie weiter in ihre falschen Verhasltensweisen unterstützt. Sexualstraftätrer werden doch auch behandelt, warum also auch nicht Homosexuelle?

    1. respondeco 26. Dez 2011 22:15

      Sprichst du da aus eigener Betroffenheit?
      Ich finde es ja schon recht erstaunlich, dass einer mit deiner Haltung auf so einer Seite wie dieser landet.

      1. Ben 29. Dez 2011 18:04

        Na ja, wenn ich ganz ehrlich bin…bin ich wohl betroffen. Und keiner hilt mir. Alle sagen immer es sei normal und ok. Das finde ich aber überhaupt nicht. Ich finde es ekelhaft und ich schäme mich für meine Gedanken und Gefühle. ABER NIEMAND NIMMT DAS ERNST!

        1. Fenchurch 30. Dez 2011 02:00

          Ich glaube schon, dass man dich ernst nimmt. Das Problem ist: die „seriösen Therapeuten“ haben schon lange erkannt, dass man niemanden zur Heterosexualität umpolen kann. Wenn du trotzdem das Bedürfnis hast, deine sexuelle Orientierung zu ändern, dann kannst du dagegen nur eines tun: akzeptiere, dass du so wie du bist „normal und ok“ bist – man nennt das affirmative Psychotherapie.
          Ich weiß, dass es eine Weile dauert, bis man die eigene Homosexualität akzeptieren kann, besonders wenn man bereits eine ziemlich festgefahrene Meinung von Homosexualität (oder Homosexuellen?) hat und/oder man sehr auf den klassischen heterosexuellen Lebensentwurf fixiert ist. Vielleicht solltest du einfach mal hinterfragen, was genau du „ekelhaft“ findest und das dann einfach nicht machen? Und dir überlegen, wafür genau du dich schämst, und woran das liegen könnte?
          Koopf hoch! Das Leben ist schön! Es gibt echt schlimmeres, als homosexuell zu sein!

        2. headphones 10. Jan 2012 17:20

          Oh doch, ernst nimmt man das, aber das, was du dir so sehnlichst zu wünschen scheinst, kann niemand leisten. Niemand kann dir ominöse Zuckerkügelchen in den Mund stopfen, ein paar mystisch-pseudoreligiöse Rituale abhalten, dir drei Mal auf die Schulter Klopfen und plötzlich stehst du nur noch auf Frauen. Auch psychotherapeutische Maßnahmen haben sich bisher immer als unwirksam herausgestellt. Und wer anderes behauptet, meist die nicht sehr „seriöse(n)“ Therapeuten, der verschweigt oft, worauf seine ach-so-beweiskräftigen Zahlen beruhen oder versteckt dies geschickt. Natürlich lesen sich 100%ige Erfolgsquoten super und wirken vielversprechend, wer aber dem Sternchen dahinter bis an das Ende der Seite folgt, erkennt meist Fußnoten wie „*100% aller Teilnehmer, welche die Therapie als Erfolg ansehen, geben an, erfolgreich umgepolt worden zu sein“. Ich weiss, dass das lächerlich klingt, aber wer ganz genau hinsieht, der findet immer solche Ungereimtheiten. Ergo: Jeder wirklich seriöse Therapeut wird dir sagen, dass eine Umpolung nicht möglich ist. Ganz im Gegenteil: Es werden bei solchen Versuchen oft massive psychische Störungen beobachtet, welche die Versuchspersonen davontragen und mit denen sie fortan leben müssen, zusätzlich zur Tatsache, homosexuell zu sein, was dadurch immer noch nicht geändert wurde.

          Ich kann dir nur wünschen, deine Homosexualität zu akzeptieren, und dir von Versuchen, das zu ändern, abraten. Die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Änderung ist nahe Null, selbst wenn man den „nicht ganz seriösen Therapeuten“ glauben schenkt, die Wahrscheinlichkeit dessen, alles „noch schlimmer“ zu machen, dagegen sehr hoch. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass dies nicht leicht ist, aber das ist das ja Leben generell nicht.

    2. Sokar 08. Apr 2012 01:35

      @Ben Die Therapie einer Homosexualität ist heute leider nicht mehr möglich, da jede diesbezügliche Bemühung als politisch inkorrekt angesehen wird. Vor 20 Jahren war das noch anders. So kam ich in den Genuss einer kombinierten Therpie (Psychiatrie und kirchliche Seelsorge) und lebe 17 Jahren zöllibatär.

    3. Peter 18. Apr 2012 14:40

      Hallo Ben!

      Mir geht es genauso, und du machst mir wieder ein wenig Hoffnung!

      Ich war oft genug in Frauen verliebt, wollte immer heiraten, Kinder und einfach nur ein langes schönes Leben mit der „Richtigen“. Leider hatte ich immer nur Pech… Mittlerweile seit einem Jahrzehnten weder Sex, geschweige mal einen Kuss, und mit jeder Enttäuschung wird es schlimmer. Und ich bin keineswegs hässlich oder so, sondern schlicht ein Pechvogel. 🙁

      Dazu kommen Missbrauchsfälle in der Kindheit und ein gestörtes Verhältnis zu meinem Vater (was aber einen anderen Hintergrund hat).

      Im normalen Alltag stehe ich dezidiert zu meiner Neigung und Hingabe zu Frauen, lediglich in Momenten der „Extase“ kommen solche Phantasien (leider auch andere…) auf. Ich will das nicht akzeptieren und ich muss es auch nicht! Das ist ja fast schon Gehirnwäsche. Mag jeder leben wie er will, ich finde das völlig in Ordnung, aber ich habe mich schon vor sehr langer Zeit entschieden und tue es auch heute noch jeden Tag. Wenn nur diese Triebe nicht wären…

      Also Kopf hoch! Du bist weder allein, noch musst du dein Schicksal akzeptieren. Ob es bei dir traumatische Ursachen haben könnte usw., weiß ich natürlich nicht. Das musst du alles selbst herausfinden.

      Alles Gute und Gruß (und dass du das hier noch liest)!

  8. Geraldo 22. Dez 2011 19:29

    na, DAS ist ja ein TOLLER Artikel!! Ich habe herzhaft lachen müssen: Eure aufgeklärte, sachliche, richtigstellende Darstellung befreit eben ungemein und für die kabarettistisch anmutenden Humoralien sorgen dann die „Moralisten“ schon selbst, die „Rechtgläubigen“, die „Anständigen“. ..“und das ist GUT so.“

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  1. [...] Mehr Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund der Homosexualität gibt’s im Artikel "Ist Homosexualität heilbar?" hier auf unserem [...]

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