Gute Nachrichten aus Moskau und Malawi

Heute gibt es in der schwul-lesbischen Welt gleich doppelt Grund zum Feiern: In Moskau konnte erstmalig der Gay Pride ohne Verhaftungen und Verletzte durchgeführt werden. Und in Malawi wurde ein schwules Paar begnadigt, nachdem es zuvor zu 14 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, weil es symbolisch geheiratet hatte.

Das Paar in Malawi hatte sich im Dezember in einer öffentlichen Zeremonie das Ja-Wort gegeben, und war direkt danach festgenommen worden. Die beiden Männer wurden letzte Woche wegen „unzüchtigen Verhaltens“ und „naturwidrigen Handlungen“ verurteilt – die Staatsanwältin sprach von einem „geplanten und gut ausgeführten Verbrechen“. Nach internationalen Protesten hat Präsident Bingu wa Mutharika heute bekanntgegeben, dass Tiwonge Chimbalanga und Steven Monjeza begnadigt werden.

Der Gay-Pride in Moskau wurde auch in diesem Jahr wieder von der Stadt verboten. Obwohl es in der Stadt von Polizisten wimmelte, gelang es etwa 30 Aktivisten (unter ihnen natürlich auch wieder Volker Beck) etwa 10 Minuten zu demonstrieren, ohne von Polizei oder Gegendemonstranten entdeckt zu werden:

Wegen der andauernden Verbote des Gay-Prides in Moskau seit 2006 ist bereits eine Klage am Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte anhängig; eine Entscheidung darüber wird im Laufe diesen Jahres erwartet. In den vergangenen Jahren wurde die Demonstration jedes Mal trotz des Verbots durchgeführt. In den letzten beiden Jahren wurde sie jedoch sehr schnell von der Polizei aufgelöst:

In den Jahren davor kam es regelmäßig zu gewalttätigen Angriffen durch Gegendemonstranten:

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