17. lesbisch-schwule Filmtage Karlsruhe

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Filmtage Karlsruhe 2010

Die 17. lesbisch-schwulen Filmtage finden vom 5. bis 10. Oktober 2010 in der Fleischmarkthalle statt. Weil der Kinematheks-Umzug in die Kurbel noch in vollem Gange ist, weicht das Festival aufs Schlachthofgelände an der Durlacher Allee aus. Das Programm selbst bietet nach wie vor eine unterhaltsame und informative Mischung von Spielfilmen und Dokumentationen sowie die beliebten internationalen Kurzfilmprogramme.

„Mysterious Islands“, dieser Titel des Eröffnungsprogrammes (5.10. um 20.15 Uhr) spielt nur zufällig auf den ungewöhnlichen Kinosaal an, vielmehr sind echte und eingebildete Inselbewohner die Protagonisten dieser vier absurden, ungewöhnlichen und amüsanten Kurzgeschichten. Die Filmtage freuen sich auf den isländischen Regisseur Bar∂i Gu∂mundsson, der seinen Film „Mother knows best“ persönlich vorstellen und jene Mama sogar mitbringen wird: die Schauspielerin Helga Braga Jónsdóttir. Eine gescheiterte Mutter ist hingegen „Miss Kicki“ aus dem gleichnamigen Abschlussfilm von Håkon Liu (10.10. um 20.15 Uhr). Die Schwedin spürt in Taiwan erfolglos ihrem Chat-Liebhaber aus dem Internet hinterher, während ihr Sohn sich ganz real in einen armen Jungen aus Taipeh verliebt.

DIE SINGENDE NONNE – SŒUR SOURIRE, Belgien/Frankreich 2009

Die singende Nonne

Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch an „Dominique“, den Ohrwurm der „Singenden Nonne“ (8.10. um 20.15 Uhr, 9.10. um 16.00 Uhr), der sogar die Beatles von Platz 1 der Hitparaden verdrängte. Der Spielfilm zeichnet die Vita der Sängerin nach, die als lesbische Ordensschwester nicht immer ein glückliches Leben führte.

PATRIK 1.5, Schweden 2008

Patrik 1.5

Eine heile Welt, zumindest vordergründig, herrscht in der bürgerlichen Vorstadt-Idylle der Eltern von „Patrik 1.5“ (9.10. um 20.15 Uhr): Die beiden schwulen Väter haben eigentlich den eineinhalb-jährigen Patrik adoptieren wollen, durch einen Fehler der Behörde steht plötzlich ein schwererziehbarer, homophober 15-jähriger vor der Tür, der seine neue Familie ganz schön aufmischt. Heftige Turbulenzen gibt es auch im Leben von Jorgelina, die in „Der letzte Sommer der Boyita“ (8.10. um 18.30 Uhr) mit ihren eigenen Empfindungen zu kämpfen hat, die in krassem Gegensatz zu den Erwartungen ihrer Eltern stehen.

EDIE & THEA, USA 2009

Edie & Thea

Die eigentlichen Höhepunkte des diesjährigen Programms sind allerdings die vielfältigen Dokumentarfilme. „Edie & Thea“ (10.10. um 18.30 Uhr) ist eine sympathische Liebesgeschichte eines Paares, das bereits seit 42 Jahren zusammen ist, in der auch die Lesbengeschichte der 60er Jahre bis heute beleuchtet wird. In „Frauenzimmer“ (9.10. um 18.30 Uhr) stehen ebenfalls drei reife Damen im Mittelpunkt, die als Großmütter immer noch als Prostituierte arbeiten.

DIE SCHWESTERN, Österreich 2009

Die Schwestern

Andere ungewöhnliche „Frauen“ stehen im Fokus der vergnüglichen Dokumentation „Die Schwestern“ (6.10. um 18.30 Uhr): Er besucht Mitglieder des (Spaß-)Ordens der Perpetuellen Indulgenz in Paraguay, den USA und in Berlin. Eine schlechterdings ganz andere Welt queeren Lebens zeigt „The Kuchus of Uganda“ (7.10. um 18.30 Uhr). Dort wird gerade ein Gesetzentwurf diskutiert, der die Verschärfung von Strafen für Homosexuelle vorsieht.

Das vollständige Programm findet sich auf der Homepage www.filmtage-karlsruhe.de und liegt ab Mitte September in Karlsruhe aus.

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