Archiv für 2010

Queerbeet-Chor gegründet

Am letzten Sonntag kurz vor dem Café XXX hat unser Queerbeet-Chor das Licht der Welt erblickt. Schon häufiger haben wir bei den Vorstellungsrunden im Kaffeeklatsch festgestellt, dass erstaunlich viele Queerbeet-Mitglieder gerne singen oder sich anderweitig musikalisch betätigen. Daher geistert schon längere Zeit der Gedanke durch die Queerbeet, einfach mal einen Queerbeet-Chor zu gründen – und jetzt gibt es ihn also. Angefangen haben wir mit ein paar leichten Rhythmus-Übungen:

Insgesamt haben wir derzeit 15 Sänger/innen auf unserer Interessentenliste. Über weitere Interessenten freuen wir uns natürlich sehr. Egal ob ihr schon singen könnt, oder das noch lernen wollt; ob ihr homo oder hetero seid, Queerbeet-Mitglied oder nicht – Hauptsache ihr traut euch, mal einfach mitzumachen. Wir proben zweimal im Monat, jeweils sonntags abends; die nächsten Proben sind voraussichtlich 21.3., 11.4. und 18.4. im Z10. Schreibt bei Interesse einfach eine kurze Mail an queerbeetätustapunktde oder eine Message an mein Romeo-Profil.

Weiterlesen und noch mehr Videos anschauen…

Vorbildcharakter: Outing

Ist ein Outing heute noch nötig? Diese Frage stellt sich jeder und jedem immer wieder. Dieses mal wird sie von Anne Will und ihrer Freundin beantwortet: Anne Will? Genau die! Bekannt aus dem Fernsehen, insbesondere der Tagesschau, hat sich mit ihrer Freundin bereits im November 2007 geoutet.

Warum wird jetzt schon zu Vorgängen aus 2007 geschrieben? Es gibt dann doch einen aktuellen Anlass, den ich bei Spiegel Online gefunden hat: Die Lebensgefährtin Miriam Meckel hat ein Buch herausgegeben. Nein, kein speziell lesbisches. Dennoch ist das für den Spiegel Grund genug, auch ein paar Hintergründe wieder ins Gedächtnis zu rufen; und für mich bietet es genug Anlass, zum Thema Outing ein paar Sätze zu schreiben.

„Wir wollten einfach in der Lage sein, auf eine öffentliche Veranstaltung zu gehen und am selben Tisch zu sitzen.“

Dieser Satz von Anne Will und Miriam Meckel beschreibt und fasst ganz gut zusammen, weswegen ein Outing immer noch nötig ist: Lesbische und auch schwule Paare in der Öffentlichkeit sind leider noch immer nicht so selbstverständlich, wie es eigentlich sein sollte. Die besondere Aufmerksamkeit der Medien macht es hier leider auch nicht leichter. Jedoch auch ohne Medien bedarf oft genug immer noch Überweindung, den Schritt zu gehen, der es einem jeder und jedem letztlich leichter macht, mit sich und seiner bzw. ihrer Umwelt klarzukommen.
Bestärkt werden gleichgeschlechtlich liebende Menschen nicht zuletzt durch Vorbilder, die sich nicht zu schade sind, in der Öffentlichkeit zu sich zu stehen: Hier gibt es jetzt gleich zwei weiter Vorbilder, die als Rollencharakter für einen selbst dienen können.

24. April: 180° Party im AKK

Poster für die 180°-Party im AKK
Samstag, 24. April 2010

Konzert mit "But Not Grey"ab 21 Uhr (Einlass: 20 Uhr) • Eintritt: 5,–€

Disko mit DJ Novonicab 23 Uhr • Eintritt frei

Location: Altes Stadion (AKK)Lageplan bei Google Maps

Wie selbstverständlich ist das AKK für alle Studenten da, so ist es auch der Ort an dem so vieles auch für Schwule und Lesben begann: Kultur, Chöre, Tanz, Gruppen für Coming-Out und lockeres Beisammensein als Wurzel im Unigelände.

Bunt durchmischt sind auch die Verhältnisse, wenn es heißt:
Queer im AKK. Schwule und Lesben stellen eine beträchtlichen Anteil am Publikum, und die Chance, einen Gleichgesinnten oder eine Gleichgesinnte zu erwischen, ist deutlich erhöht. So sorgt die Queerbeet und das AKK für eine alternative, warme und natürlich auch feucht-fröhliche Stimmung.

JPDinardo

JPDinardo von "But Not Grey"

Es fängt an mit Kultur vom Feinsten:
"But Not Grey" spielen für uns ihr aktuelles Programm. Hinter dem verheißungsvollen Namen But Not Grey steckt ein noch recht junges Musikprojekt, an dem unter anderem JPDinardo beteiligt ist. Gianpaolo oder kurz JP ist ein junger Musiker aus Karlsruhe. Möglicherweise habt ihr ihn schon im Fernsehen gesehen – bei Stefan Raabs Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD. Er und sein Duo-Partner Martin Whylee, Absolvent an der Popakademie Mannheim, bilden sie das Projekt But Not Grey.

But Not Grey vermischt stilvoll bekannte Indie Rock und New Wave Songs von Bands wie z. B. The Killers, Depeche Mode oder Muse. Auch eigene Songs mit ausgefeilten Texten werden präsentiert, die mitunter von der Stimme her an Ian Curtis der Band Joy Division erinnern, ohne sein Plagiat zu sein.

Ein musikalischer Genuss der Extraklasse!

DJ Novonic aus Frankfurt

DJ Novonic

Weiter geht's mit Party vom Feinsten:
Bei der anschließenden Disko in der großen AKK-Halle wird DJ Novonic aus Frankfurt die Stimmung zum kochen bringen! Sein Spezialgebiet ist House & Elektro. Die Halle wird bis in die frühen Morgenstunden gerockt!

Damit zwischen dem feiern auch mal eine kleine Verschnaufpause eingelegt werden kann, gibt's einen Chill-Out-Bereich im AKK-Café.

Veranstaltet wird das Event von der Queerbeet-Hochschulgruppe Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem AKK und Schrill im April.

Pink Pieces Volume 3.1

Poster für die vierte Pink Pieces im Club Liebstöckel

Bist du ein pinkes Stück?

PINK Pieces 3.1 — Das vierte pinke Stück

Am Samstag, den 13. März 2010 startet, mit Glanz, Gloria und viel frohlocken, die März-Ausgabe des pinken Stücks.

„This superb party for gays, lesbians and friends is distilled from sophisticated ingredients only: a nice location, finest house music, pink specials and good mood. Pink Pieces – with a tradition of more than 3 months – is said to bring good karma to you!”

Es erwartet dich wieder feinste House-arbeit von DJ Harry D sowie einige pinke Specials, die dir den Abend versüßen werden! Bei bester Housemusik werden Klassiker und Neues so ver-house-t, dass jeder, egal ob jung oder alt, seinen Spaß an der Musik findet. Weiterlesen „Pink Pieces Volume 3.1“

Ist Homosexualität heilbar?

Viele Leute landen versehentlich auf unserem Blog, nachdem Sie in Suchmaschinen nach Begriffen wie „xxx“ oder „Gayromeo“ gesucht haben. Auf Platz vier der häufigsten Suchbegriffe findet sich traurigerweise „homosexualität heilbar“. Den derartig Hilfesuchenden möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg geben…

Bevor man sich fragt, ob Homosexualität heilbar ist, sollte man sich zunächst die Frage stellen: Warum sollte man überhaupt versuchen, Homosexuelle zu „heilen“?

Weiterlesen: Sind Homosexuelle krank? Was sollte man tun, wenn man unbedingt seine sexuelle Ausrichtung ändern will? Was nicht? »

L für Alle!

Mein Lieblingsnewsdienst hat über einen Bericht berichtet (für die Naturwisenschaftler unter den Mitlesern: gewissermassen schon die Ableitung), nachdem Verhüterli größer gemacht werden sollten, allerdings nur in der Beschreibung, nicht in der Realität.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,678194,00.html

Das deckt sich ja subjektiv auch mit GR, wo ja auch unter L kaum was angegeben wird 😉

Mappus neuer Ministerpräsident

Am Mittwoch ist Stefan Mappus (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt worden. Nur damit ihr wisst, was da auf euch zukommt, gebe ich hier mal kommentarlos ein paar Zitate von Herrn Mappus wieder, die in der Stuttgarter Zeitung und auf Francescos Blog noch ausführlicher diskutiert werden:

Zum Beispiel 2009, als Brigitte Zypries (SPD) ein Adotionsrecht für homosexuelle Paare gefordert hatte:

Geradezu unerträglich ist der Fall jener „Muster-Regenbogenfamilie“ aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Neben einem leiblichen Kind aus einer früheren heterosexuellen Beziehung hätten zwei lesbische Frauen ein zweites Kind mittels künstlicher Befruchtung in die Welt gesetzt, kurioserweise mit dem Samen eines homosexuellen Freundes.

Kinder sind denkbar ungeeignet für Experimente im Bereich der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und bedürfen dem besonderen Schutz der Gesellschaft. Die klassische heterosexuelle Familie, bestehend aus Vater und Mutter, sei immer noch die beste Basis um Kindern Orientierung, Schutz und Sicherheit zu vermitteln.

Weiterlesen „Mappus neuer Ministerpräsident“

Alles nur gelernt

Wie verhält sich ein Mann? Wie verhält sich eine Frau? Hierzu habe ich bei Spiegel Online im Unispiegel einen interessante Zusammenfassung gefunden unter dem Titel „Im Körper des Feindes“. Der Titlel ist nun eher reißerisch gewählt, der Inhalt ist jedoch hochinteressant. Es geht hierbei im Artikel darum, daß Frauen erfahren, was einem Mann so alles widerfährt, und wie er sich verhält. Dieses Verhalten, diese Muster, lernen Frauen in einem Kurs, und, nach ein wenig Übung, schaffen sie es, sich so zu verhalten, daß sie nicht als Frau sondern als Mann wahrgenommen werden. Selbstverständlich ist noch eine eher männliche Kleidung, und etwas Verkleidung in Form von Kosmetik im Spiel, aber das dient nur als Basis.

Was hat das mit uns zu tun? Je nach persönlicher Geschichte habe ich schon den einen oder die andere kennengelernt, die aus den typischen Klischees ausbrechen, und sich so geben wie sie sein wollen, ja wie sie sind, und eben nicht so wie die Gesellschaft ihr Verhalten erwartet, sei es nun die Tunte oder die Transsexuelle. Also ist, das ist nun keine Überraschung, vieles vom eigenen Verhalten erlernt, vorgegeben von der Gesellschaft, von den Eltern, ja fast schon erwartet, und wird gerade im queeren Bereich ja auch reichlich hinterfragt und eben auch anhand der eigenen Realität geändert.

Und, damit das Blog auch endlich etwas Trans-Content erhält: Ich habe mir glaubhaft versichern lassen, daß Transsexuelle ihrem wahren Geschlecht entsprechend auch trainieren, um eben alte, für sie falsche, Verhaltensmuster hinter sich zu lassen.

Nur am Rande: „Im Körper des Feindes“ ist ein, wie ich finde, cooler Film, „Face/Off“ im Original, allerdings ohne queeren Anspruch, der dem Originalakrtikel seinen Titel lieh.

Die Queerbeet beim diesjährigen Unifest

... und zwei Stunden später

einiges los beim Uniwinterfest

Am diesjährigen Winterfest des KIT konnten wir nach anfänglichen Unklarheiten doch den „Stand ohne Gewissen“ ergattern. Warum „Stand ohne Gewissen“? Ein kurzer Blick auf die Getränkeliste gibt Antworten: Jacky Cola, Vodka Lemon und Vodka Energy schenkten unsere fleissigen Thekenhelfer den Abend über in der Disko in der neuen Mensa aus. Somit hatten wir nicht nur einen sehr guten Ort, nein, auch aufgrund unserer Regenbogenfahnen, unseres Infomaterials und selbstverständlich unseres schön illuminierten Banners waren wir nicht zu übersehen.

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Petition: Berücksichtigung der sexuellen Identität im Grundgesetz

Nachdem es der Bundesrat in seiner Sitzung vom 27. November verpasst hat, die Rechte von Schwulen und Lesben zu stärken, gibt es nun einen neuen Versuch:

Im Online-Petitionssystem des Bundestages wurde eine Petition zur Berücksichtigung der sexuellen Identität im Grundgesetz eingereicht, die ab 50.000 Mitzeichnungen im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich beraten wird. In der Petition heißt es:

[...] Die fehlende Berücksichtigung in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes (GG) wirkt sich aber bis heute negativ auf die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, transsexuellen und intersexuellen Menschen aus. Ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz schafft eine klare Maßgabe für den einfachen Gesetzgeber. Letztlich steht es für das deutliche Bekenntnis, dass Gesichtspunkte der sexuellen Identität eine ungleiche Behandlung unter keinen Umständen rechtfertigen können.

Die Petition kann noch bis zum 3. März mitgezeichnet werden, aktuell fehlen noch 45.719 Unterschriften (Stand: 03.02.2010), damit das Anliegen öffentlich im Petitionsausschuss des Bundestages beraten wird.

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