Archiv für März 2011

Kein Kommentar zur Landtagswahl

Als vor etwa einem Jahr Stefan Mappus zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde, habe ich an dieser Stelle (fast) kommentarlos ein paar Zitate von ihm gepostet.

Die gleiche Ehre möchte ich nun unserem zukünftigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zuteil werden lassen: 2003 schreibt er in einem offenen Brief an Kardinal Ratzinger (ja, genau den) als Reaktion auf dessen „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“:

Homosexuelle und andere diskriminierte Minderheiten vom Rand in die Mitte der Gesellschaft zu holen, sehe ich als eine meiner Aufgaben an, die mir als demokratischer Politiker wie als Christ aufgegeben sind.

Dass Sie in diesem Zusammenhang sexuellen Beziehungen außerhalb der Ehe implizit die Menschlichkeit absprechen, geht bei allem Respekt vor Ihrer Position entschieden zu weit und ist wirklich schwer erträglich.

Gerade weil Homosexuelle eine kleine Minderheit sind, hat die Politik die Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie im Rahmen der Verfassungs- und Rechtsordnung ihre Persönlichkeit frei entfalten können, solange sie nicht die Rechtsgüter anderer verletzen.

Na, da weht doch plötzlich ein ganz anderer Wind im Ländle…

Schwul-lesbische Kultur beim Kulturfrühstück

Das Kulturfrühstück findet am Freitag, den 25. März um 10:00 Uhr
im Café Besitos am Marktplatz statt.

Dr. Susanne Asche

Dr. Susanne Asche

Seit nunmehr 21 Jahren gibt es in Karlsruhe ein schwul-lesbisches Kulturfestival, Anlass genug, dieses Thema beim nächsten Kulturfrühstück näher zu beleuchten.
„Schrill im April“ hat sich in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens zu einer festen Größe im Karlsruher Festivalkalender entwickelt. Bestand das Publikum in den Anfangsjahren fast ausschließlich aus Schwulen und Lesben, gesellten sich im Laufe der Jahre auch verstärkt Heterosexuelle dazu.

Weiterlesen „Schwul-lesbische Kultur beim Kulturfrühstück“

Nachtrag vom Uniwinterfest 2011

Die Klausurenphase und das tägliche Lernen hat mich persönlich leider etwas vergessen lassen – ja, richtig, da war was! Nämlich das Unifest und ein paar schöne Erinnerungsfotos von ebendiesem! Weiterlesen „Nachtrag vom Uniwinterfest 2011“

Festival „Schrill im April 2011“

Symbolbild Schrill im April 2011

Schrill im April 2011

Vom 1. bis 15. April 2011 bereichert das mittlerweile 21. Schwul-lesbische Kulturfestival „Schrill im April“ wieder das Karlsruher Kulturleben. In und um’s Kulturzentrum Jubez und in Kooperation mit zahlreichen anderen Veranstaltern und Szenegruppen präsentiert der gleichnamige Kulturverein wieder ein buntes Programm mit vielen Überraschungen.

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Susanne Asche, der Leiterin des Kulturamts der Stadt Karlsruhe, erwartet das Publikum eine attraktive, lebendige und abwechslungsreiche Mischung aus niveauvoller Unterhaltung und fundierter Information – von musikalischen, cineastischen, kulinarischen bis hin zu gesellschaftlich-wissenschaftlichen Beiträgen.

Highlights des diesjährigen Festivals sind die große Eröffnungsgala am 01.04. mit Daphne de luxe, Martin Heim, Tobias Bredohl, Ina Z. und den Fun Tappers, das Musik-Kabarett mit ASS-Dur am 06.04, das Chorkonzert mit den Schrillmännern und den PhilHomonikern am 09.04., sowie die Comedyrevue „Sekt in the City“ am 15.04.2011.

Ausführliche Informationen zum Festival-Programm gibt es auf
www.schrill-im-april.de

Profifußballer outet sich

In Schweden erscheint am Dienstag die aktuelle Ausgabe des Fußballmagazins „Offside“. Darin outet sich der 20-jährige schwedische Fußballer Anton Hysén, der bis im vergangenen Jahr noch in der ersten Liga spielte. Titel der Ausgabe: „Var fan är alla andra?“ – zu Deutsch etwa: „Wo zum Teufel sind alle anderen?“

Zuvor hatte sich in Europa bisher nur Justin Fashanu als einziger aktiver Profispieler geoutet: 1990 titelte die englische Boulevardzeitung „The Sun“: „I am gay!“. Acht Jahre später beging er Selbstmord, weil er von einem 17-Jährigen beschuldigt wurde, ihn vergewaltigt zu haben.

Weiterlesen: bei der Frankfurter Rundschau und bei Spiegel online sind Artikel zum Thema erschienen.

Ein mögliches Szenario, was passieren könnte, wenn sich ein deutscher Profifußballer outen würde, zeigt das folgende (nicht ganz ernst gemeinte) Video – viel Spaß!

Artikel: Homo-Ehe – Heirat 2. Klasse?

Artikel zur Homo-Ehe in der Quappe

Artikel zur Homo-Ehe in der Quappe

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) hatte uns gebeten, einen Artikel für die Ausgabe Winter 2010 ihrer Zeitschrift „Quappe“ beizusteuern. Wer diesen Artikel in der gedruckten Ausgabe verpasst hat, kann nun hier den Artikel als PDF lesen.

Es geht um die noch verbesserungsfähige rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften, für die wir ja auch bei unserer Demo vor einem Jahr demonstriert haben.

Die komplette Ausgabe findet man auf der GHG-Homepage.

Ich glaub, ich steh im Wald…

Ich glaub, ich steh im Wald und warum ist es hier so dunkel?!?

Das oder zumindest so etwas Ähnliches dachten sich wohl einige unerschrockene Mitglieder, als sie am 19.02.2011 auf dem Parkplatz des Schlosses Hohenbaden (http://www.schloss-hohenbaden.de) in Baden-Baden standen.

Nach einer kurzen Begrüßung und einigen Sicherheitshinweisen durch den anwesenden Vorstand konnte die erste Nachtwanderung der Queerbeet beginnen.

Gruppenbild vor der Wanderung

Die unerschrockenen Wanderer

Die Wanderstrecke führte uns direkt in die Dunkelheit durch einen als „Deutschen Urwald“ deklarierten Bannwald direkt durch die Battertfelsen auf ca. 563 m Höhe (http://www.battertfelsen.de).

Um die Atmosphäre und den Ausblick auf die beleuchtete Stadt von Baden-Baden und die Umgebung besser genießen zu können, wurde größtenteils auf die Verwendung von Taschenlampen bei der Wanderung verzichtet.

Weiterlesen: Nachtwanderung zum Schloss Hohenbaden