Artikel von Fenchurch

Besucherzahlen explodiert

Besucher pro Tag seit Mitte April

Besucher pro Tag seit Mitte April

Wow! Gestern hatten wir über 2000 Besucher auf unserem Blog. Das sind etwa zehnmal so viele wie normalerweise. Der Grund dafür war ein außergewöhnlich hohes Interesse an unserem Artikel über Balian Buschbaum, den unsere Besucher über verschiedene Suchmaschinen gefunden haben. Damit ist dieser Artikel nun der mit Abstand am meisten gelesene Artikel auf unserem Blog (über 3000 inzwischen über 5000 Klicks) und hat damit den bisherigen Spitzenreiter „GayRomeo Fußtapsen“ (1100 Klicks) weit hinter sich gelassen.

Besucher pro Woche seit November

Besucher pro Woche seit November

Die bisherigen Besucher-Rekorde unseres Blogs wurden ausgelöst von der Queer-Woche und dem Queer-Schlonz im November, von der Gemeinderatssitzung zur Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebespartnerschaft im Januar, und natürlich von der Demo „Schwule und Lesben ins Standesamt“ und der anschließenden 180°-Party im April.

Es ist Sommer…

… und das führt zwangsläufig dazu, dass unser wöchentlicher Kaffeeklatsch je nach Laune auch öfters mal im Freien stattfindet.

Kaffeeklatsch im Freien

Kaffeeklatsch im Freien

Wenn ihr also mal mittwochs (ab 16:00 Uhr) zum Kaffeeklatsch kommt, und feststellt, dass im Frauencafé gar niemand von uns ist – dann sind wir wohl mal wieder draußen. Normalerweise hinterlassen wir dann aber einen Zettel, auf dem wir mehr oder weniger genau beschreiben, wo ihr uns findet. Im Zweifelsfall einfach mal über die Wiese vor dem Audimax laufen, und schauen, welches größere Grüppchen sich um tonnenweise leere Kekspackungen versammelt hat, und (Eis-)Kaffee schlürft.
Weiterlesen „Es ist Sommer…“

Queerbeet im ClicKIT

Queerbeet im ClicKIT Onlinemagazin

Artikel im ClicKIT Onlinemagazin

Nachdem wir beim letzten Café XXX Besuch von einem Redakteur und einer Fotografin hatten, könnt ihr das Ergebnis jetzt auf der letzten Seite der aktuellen Ausgabe des ClicKIT bewundern. Es handelt sich dabei um das Onlinemagazin für Studierende des KIT, welches zweimal im Semester erscheint.

Wir hätten den Artikel zwar wahrscheinlich etwas anders geschrieben, aber wir freuen uns auf jeden Fall trotzdem, dass so hoffentlich noch mehr Student(inn)en auf uns aufmerksam werden.

Demo „Schwule und Lesben ins Standesamt“

Beginn der Demo in der Hildapromenade

Beginn der Demo in der Hildapromenade

Am Samstag haben wir wie angekündigt in der Karlsruher Innenstadt für die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften demonstriert. Unter dem Motto „Schwule und Lesben ins Standesamt“ trafen sich gegen 14:00 bei strahlendem Sonnenschein rund 300 Demonstranten am Ökumeneplatz (nördlich vom Mühlburger Tor).

Demo am Mühlburger Tor

Rathaus West - vor dem Standesamt

Mit Polizeieskorte ging es dann zunächst am Rathaus West vorbei, wo sich das besagte Standesamt befindet. Dieses ist derzeit nur für Heterosexuelle zuständig, gleichgeschlechtliche Paare müssen sich an das Amt für Bürgerservice und Sicherheit wenden. Das ist nur eine von vielen kleinen Ungleichbehandlungen, die uns in Karlsruhe insgesamt das Gefühl geben, als Paare zweiter Klasse behandelt zu werden. Dagegen wollten wir uns mit dieser Aktion wehren.
Weiterlesen und noch mehr Fotos anschauen…

Wochenrückblick

Sonntag morgen, 9:30. Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Die hat sogar die legendäre Queer-Woche der letzten Semesters getopt.

Queerbeet-Stand bei der Hochschulgruppenmesse

Queerbeet-Stand bei der Hochschulgruppenmesse

Los ging’s mit der Hochschulgruppenmesse. Am Dienstag hatten im Festsaal des Studentenhauses alle Hochschulgruppen die Möglichkeit, sich mit einem Stand zu präsentieren. Dies haben wir natürlich genutzt, und ich würde sagen, unser Stand war definitiv der bunteste. Nicht nur weil wir rosa Waffeln verschenkt haben…

der Demonstrationzug südlich der Postgalerie

der Demonstrationzug südlich der Postgalerie

Danach kam die Demo „Schwule und Lesben ins Standesamt“: Gemeinsam mit der Schwung und Rosa Rauschen haben wir diese Demo organisiert, um für die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften zu demonstrieren. Etwa 280 Teilnehmer sind bei strahlendem Sonnenschein vom Mühlburger Tor zum Kronenplatz gezogen. Es war ein Samstag nachmittag wie aus dem Bilderbuch, gleichzeitig Frühlingsfest in der Stadt, daher war die Innenstadt gerappelt voll von Passanten. Bei ka-news gibt es bereits einen Bericht, sowie jede Menge Fotos. Update: Inzwischen gibt es auch von uns einen Bericht von der Demo.

Sonntag morgen, 10:00. Mein Wecker klingelt.

180°-Party, Teil 1: Konzert von But not Grey

180°-Party, Teil 1: Konzert von But not Grey

Direkt im Anschlusss an die Demo ging es am Abend gleich weiter mit unserer 180°-Party. Nachdem wir am Abend zuvor die Sporthalle des alten Stadions der Uni in einen überdimensionierten Party-Keller verwandelt hatten, konnte nun der erste Teil der After-Demo-Party beginnen: Die Band „But not Grey“ – bestehend aus JPDinardo und Martin Whylee – gaben ein zweistündiges Konzert; sowohl mit eigenen Songs als auch mit Coverversionen bekannter Stücke.

180°-Party, Teil 2: Disko mit DJ Novonic

180°-Party, Teil 2: Disko mit DJ Novonic

Nach dem Konzert konnte noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. DJ Novonic heizte uns bei der anschließenden Disko ordentlich ein. Er war es übrigens auch, der uns die beieindruckende Lichttechnik hierfür besorgt und programmiert hat, die den Abend für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.

So eine Woche, und insbesondere so ein Wochenende wie dieses wäre unmöglich ohne die vielen Helfer, die uns dabei unterstützt haben. An dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben, dass alles so reibungslos funktionieren konnte. Und natürlich an Viri und Rafa, die als Hauptorganisatoren hoffentlich nicht allzuviele graue Haare davongetragen haben…

Sonntag morgen, 10:30. Ich muss jetzt langsam los: um elf treffen wir uns, um die Halle des AKK wieder in eine Sporthalle umzubauen. Zu all den genannten Events werden wir hier natürlich auch noch ausführlich, und mit viel mehr Fotos berichten. Aber vorher werden wir uns mal ausschlafen…

Demo am Samstag 24.4. in Karlsruhe

Route der Demo

Route der Demo

„Schwule und Lesben ins Standesamt“ – das ist das Motto der Demo am Samstag (24. April), die wir gemeinsam mit Schwung und Rosa Rauschen organisieren. Los geht’s um 14:00 Uhr am Ökumeneplatz (beim Mühlburger Tor). Von dort ziehen wir queer durch Karlsruhe bis zum Kronenplatz, wo wir gegen 15:15 bei einer Kundgebung unsere Forderungen konkretisieren.

Schaut unbedingt auf der offiziellen Demo-Webseite vorbei:
http://www.schwung-karlsruhe.de/demo/

„Schwule und Lesben ins Standesamt“ – Ich bin selbst nicht verpartnert, und habe das auch in der nächsten Zeit nicht vor. Warum sollte ich also demonstrieren? Das Thema geht mich eigentlich gar nichts an…

Und selbst wenn ich mich hier in Karlsruhe verpartnern würde: Ist es wirklich so wichtig, dass für die Eintragung hier nicht das Standesamt sondern das Amt für Bürgerservice und Sicherheit zuständig ist? Die beiden Ämter sind sogar im gleichen Gebäude! Ich wohne ja zum Glück nicht in Ettlingen, oder in Bretten, oder in Bruchsal – für die wäre nämlich anstelle der dortigen Standesämter das Landratsamt in Karlsruhe zuständig – genauer: das Amt für Straßenverkehr, Ordnung und Recht. Klingt aber doch auch irgendwie romantisch.

Weiterlesen „Demo am Samstag 24.4. in Karlsruhe“

Aus Yvonne wird Balian

Im November 2007 hat die deutsche Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum das Ende ihrer Karriere bekanntgegeben. Sie änderte ihren Namen in „Balian“, unterzog sich einer Hormontherapie und einer geschlechtsangleichenden Operation, und lebt inzwischen als Mann.

Balian Buschbaum: Mein Leben

Balian Buschbaums Autobiographie

Anfang März ist Balian Buschbaums Autobiographie erschienen. In dieser beschreibt er eindrucksvoll sowohl sein früheres Leben als „Mann im falschen Körper“, als auch den schrittweisen Prozess der Angleichung seines biologischen Geschlechts an das gefühlte Geschlecht. Von Kindheit an fühlte und gab er sich männlich, beim Lesen vergisst man manchmal leicht, dass er zu diesem Zeitpunkt (rein biologisch gesehen) noch eine Frau war.

Balian Buschbaum nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet sehr offen und detailliert über alle Aspekte der Geschlechtumwandlung. Einen ersten Eindruck davon bekommt man in einem Interview im Tagesspiegel. So werden nicht nur die Berge von Bürokratie, die Effekte von Testosteronspritzen und die Einfachheit einer Brust-Amputation beschrieben, sondern auch die erstaunlichen medizinischen Möglichkeiten, einen voll funktionsfähigen Penis zu kreieren (die sogenanne „Phalloplasik“).

Auf seiner Homepage kann man sich auf Fotos von ihm überzeugen: Balian Buschbaum wirkt jetzt wesentlich männlicher als die meisten Mitglieder unserer Hochschulgruppe. 😉

Das Buch ist übrigens nicht nur für Transsexuelle interessant: Balian Buschbaum hat zweifelsfrei einen schwierigen Weg hinter sich, aber er hat ihn mutig in Angriff genommen, um am Ende als glücklicher Mann das Leben leben zu können, dass er sich immer erträumt hat. Dieses Buch macht Mut, gleichermaßen sein Glück in die Hand zu nehmen, und zur eigenen Persölichkeit zu stehen. Die wichtigste Message: „Es ist normal, anders zu sein.“

„Blaue Augen bleiben blau: Mein Leben“ von Balian Buschbaum ist erschienen im Krüger-Verlag, erhältlich zum Beispiel bei Amazon.

Queerbeet-Chor gegründet

Am letzten Sonntag kurz vor dem Café XXX hat unser Queerbeet-Chor das Licht der Welt erblickt. Schon häufiger haben wir bei den Vorstellungsrunden im Kaffeeklatsch festgestellt, dass erstaunlich viele Queerbeet-Mitglieder gerne singen oder sich anderweitig musikalisch betätigen. Daher geistert schon längere Zeit der Gedanke durch die Queerbeet, einfach mal einen Queerbeet-Chor zu gründen – und jetzt gibt es ihn also. Angefangen haben wir mit ein paar leichten Rhythmus-Übungen:

Insgesamt haben wir derzeit 15 Sänger/innen auf unserer Interessentenliste. Über weitere Interessenten freuen wir uns natürlich sehr. Egal ob ihr schon singen könnt, oder das noch lernen wollt; ob ihr homo oder hetero seid, Queerbeet-Mitglied oder nicht – Hauptsache ihr traut euch, mal einfach mitzumachen. Wir proben zweimal im Monat, jeweils sonntags abends; die nächsten Proben sind voraussichtlich 21.3., 11.4. und 18.4. im Z10. Schreibt bei Interesse einfach eine kurze Mail an queerbeetätustapunktde oder eine Message an mein Romeo-Profil.

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Ist Homosexualität heilbar?

Viele Leute landen versehentlich auf unserem Blog, nachdem Sie in Suchmaschinen nach Begriffen wie „xxx“ oder „Gayromeo“ gesucht haben. Auf Platz vier der häufigsten Suchbegriffe findet sich traurigerweise „homosexualität heilbar“. Den derartig Hilfesuchenden möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg geben…

Bevor man sich fragt, ob Homosexualität heilbar ist, sollte man sich zunächst die Frage stellen: Warum sollte man überhaupt versuchen, Homosexuelle zu „heilen“?

Weiterlesen: Sind Homosexuelle krank? Was sollte man tun, wenn man unbedingt seine sexuelle Ausrichtung ändern will? Was nicht? »

Mappus neuer Ministerpräsident

Am Mittwoch ist Stefan Mappus (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt worden. Nur damit ihr wisst, was da auf euch zukommt, gebe ich hier mal kommentarlos ein paar Zitate von Herrn Mappus wieder, die in der Stuttgarter Zeitung und auf Francescos Blog noch ausführlicher diskutiert werden:

Zum Beispiel 2009, als Brigitte Zypries (SPD) ein Adotionsrecht für homosexuelle Paare gefordert hatte:

Geradezu unerträglich ist der Fall jener „Muster-Regenbogenfamilie“ aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Neben einem leiblichen Kind aus einer früheren heterosexuellen Beziehung hätten zwei lesbische Frauen ein zweites Kind mittels künstlicher Befruchtung in die Welt gesetzt, kurioserweise mit dem Samen eines homosexuellen Freundes.

Kinder sind denkbar ungeeignet für Experimente im Bereich der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und bedürfen dem besonderen Schutz der Gesellschaft. Die klassische heterosexuelle Familie, bestehend aus Vater und Mutter, sei immer noch die beste Basis um Kindern Orientierung, Schutz und Sicherheit zu vermitteln.

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