Artikel von kepler

Plätzchen backen

Am kommenden Sonntag ist Plätzchenbacken angesagt. Am 5.12. um 15 Uhr treffen sich alle Backwilligen im Studentenzentrum Z10, wo die Schwung und die Queerbeet Räume und Küchen reserviert hat (die Küchen sind selbstverständlich auch Räume), und backt dort, bis die Plätzchen alle hoffentlich nicht schwarz sind.

Wir treffen uns dieses mal im 2. OG im Gruppenraum. Daher bitte klingen bei „2. OG“.
Für Einsteigerrezepte nebst Zutaten ist gesorgt. Für alle anspruchsvolleren Rezepte muss jede/r selbst sowohl Rezept als auch Zutaten mitbringen.
Ein Grundstock Geschirr und Küchenwerkzeuge ist vorhanden, aber die Erfahrung hat gezeigt, daß weitere Schüsseln wie auch weitere Nudelhölzer von Vorteil sind. Und nicht vergessen: Behältnisse, um ein paar Plätzchen bunt gemischt wieder mit nach Hause nehmen zu können. Dann reicht die Sättigung auch für mehr als nur einen Tag.

Die nächsten Haltestellen sind das Durlacher Tor und der Kronenplatz, kostenlose und legale Parkplätze gibt es im Unigelände (z.B. am Reinhard-Baumeister-Platz).

Café XXX mit viel Chor

Am kommenden Sonntag, 28.11.2010, gibts im Café XXX was auf die Ohren:

Jam-da-ba-dam-dam-daaa!
Singen macht Spaß. Am 28.11. haben wir deshalb zum Abschluss der Queer-Phase ein ganz besonderes Event für euch organisiert: Gegen 20:00 Uhr wird hier der Queerbeet-Chor auftreten, außerdem haben wir ein A-cappella-Sextett aus Karlsruhe eingeladen. Gesungen wird alles was Spaß macht – Mikros oder Instrumente brauchen wir dazu nicht.
Danach lassen wir mit dem Café XXX den Abend gemütlich ausklingen, zünden die erste Kerze an, und vielleicht singt ja noch jemand ein Weihnachtslied…

Zu finden im Studentenzentrum Z10, Zähringerstr. 10, Karlsruhe.
Eintritt frei! Café geöffent ab 18 Uhr, Konzert ab 20 Uhr

Weiterlesen: Café XXX Weihnachts-Special mit Feuerzangenbowle und den Schrillmännern am 12. Dezember »

Zweiteilige Veranstaltungen für Eltern homosexueller Kinder

Logo der Stadt KarlsruheWenn sich Töchter als lesbisch oder Söhne als schwul offenbaren, ist das für Eltern zunächst keine leichte Situation und sie haben viele Fragen. Wie gehen wir damit in unserer Familie und im Freundeskreis um? Wie sieht die Zukunft unseres Kindes aus? Und ist das vielleicht nur eine pubertäre Phase?

Bei einer zweiteiligen Veranstaltung für Väter und Mütter homosexueller Kinder am Freitag, 16. Juli, von 20 bis 22.30 Uhr und am Samstag, 24. Juli, von 14 bis 16.30 Uhr will das städtische Kinderbüro in Kooperation mit der Volkshochschule und den beiden Referenten Andreas Müller und Markus Elbert vom Verein Schwung – Schwule Bewegung Karlsruhe Hilfestellungen geben und verschiedene Aspekte des Themas gemeinsam diskutieren.

Eine Anmeldung für die Zusammenkünfte im Kinderbüro (Kaiserstraße 99) ist nicht erforderlich.

Rosa Rauschen feiert Jubiläum im Café XXX

Am 13. Juni ist wieder Café XXX. Wir haben ein besonderes Programm! Nein, nicht Fußball und Fernsehen, sondern schwules/lesbisches Engagement im Radio. Die Sendung Rosa Rauschen feiert Jubiläum, und tut dies bei uns.

Rosa Rauschen Logo

Rosa Rauschen

Live vom Café XXX und aus dem Z10 in den Karlsruher Äther gibt es Rosa Rauschen, das schwule Magazin im Querfunk, mit einer Sondersendung anläßlich dessen 15jährigen Bestehens. Es wird eine zweistündige Sondersendung geben zum Thema „Schwules und lesbisches Engagement in der heutigen Zeit“. Hierzu sind vier Gäste eingeladen, einer davon von der Queerbeet, die anderen von der Schwulen Bewegung Karlsruhe, vom lesbisch-schwulen Kulturfestival Schrill im April und vom Sportverein Uferlos.
Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, sich einzubringen, hierzu werden Saalmikrofone bereitgestellt.
Die Livesendung gibt es von 20 bis 22 Uhr frisch vom Podium, in der Zeit davor und danach gibt es vom Team von Rosa Rauschen ausgewählte Musik, sowie ein Best-Of aus den vergangenen 15 Jahren Sendebetrieb.

Wo zu empfangen? Im Querfunk, dem freien Radio Karlsruhe, 104,8 MHz.
Wann? Am 13.6.2010, 20-22 Uhr Livesendung, Café geöffnet ab 18 Uhr.
Miterleben? Im Café XXX im Z10 in der Zähringerstr. 10, Karlsruhe.

Coming-Out-Bericht aus der freien Wildbahn

„Coming-Out? Ist das denn noch ein Thema?“ mag sich der eine oder die andere fragen. Ja, es ist immer noch Thema, und zwar ganz konkret dieses Mal bei Spiegel Online unter der Rubrik Mein erstes Mal. Das „erste Mal“ ist hier die Teilnahme an einem CSD. Die wird im Bericht geschildert, und natürlich mit der ganzen Vorgeschichte, eben dem Coming-Out, sowohl dem inneren, wie dem äußeren, versehen.

Alles nix neues, oder etwa doch?

Neu ist, daß sich dieser Artikel letztlich an alle Jugendlichen richtet (die den Spiegel bzw. dessen Onlineteil lesen), und nicht nur an die lesbischen bzw. schwulen, für die es ja Geschichten dieser Art in nahezu jedem Coming-Out-Ratgeber gibt. Mit ein bisschen Phantasie hilft das den interessierten, heterosexuellen Jugendlichen, sich ein bisschen in Lebenslage und -wirklichkeit von Schwulen und Lesben hinzuversetzen. Und den queeren Jugendlichen, wie es neuerdings so schön heißt, so sie ihre „queerness“ noch nicht entdeckt haben, mag es auf die Sprünge helfen, zu entdecken, was sie bewegt.

Auch interessant sind ein paar der Kommentare am Ende des Artikels, die Leser hinterlassen haben. Hier sind verschiedene Reaktionen, negative wie positive, dabei, alle, wie ich finde, oberhalb der Gürtellinie (Stand bei 8 Kommentaren). Es gibt also für Schwule und Lesben immer noch so einiges zu tun und zu erreichen.

Café XXX – Extratermine

Am kommenden Sonntag, 30.5.2010, gibt es einen zusätzlichen Termin vom Café XXX. Zur gewohnten Zeit um 18 Uhr am gewohnten Ort im Studentenzentrum Z10.

Es lädt die Queerbeet-Hochschulgruppe ab 18:00 Uhr ganz légere zur nicht-kommerziellen Café-Bar-Bistro-Alternative «Café XXX» im Z10 ein.

Hier kannst Du in lockerer Atmosphäre Deinen Capuccino genießen, bei einem Desperados oder Bier vom Fass nette Leute kennen lernen oder ganz konventionell kickern.

Das Café XXX findet statt im Studentenzentrum Z10, (Zähringerstr. 10, Karlsruhe). Die nächsten Haltestellen sind das Durlacher Tor und der Kronenplatz. Parkplätze gibt es nah, kostenlos und legal im Uni-Gelände, z.B. der Reinhard-Baumeister-Platz mit Durchgang zur Kaiserstraße.

Warum Extratermine?

Auf mehrfachen Wunsch nach zusätzlichen und damit letztlich öfteren Café-Abenden kommt die Queerbeet diesem Wunsch nach. Vorerst probehalber – es sind drei zusätzliche Termine angesetzt. Wenn denn diese Termine halten, was sich die Initiatoren und die Organisatoren davon an Resonanz versprechen, dann werden im Herbst und Winter die zusätzlichen Termine ausgebaut.

Die nächsten regulären und zusätzlichen Termine:

UPDATE: Der zusätzliche Termin am 25. Juli fällt wegen „Das Fest“ aus.

30.5.2010 Extra
13.6.2010 Regulär mit Rosa-Rauschen-Jubiläum
27.6.2010 Extra
11.7.2010 Regulär
25.7.2010 Extra

Wenn ihr mal unsicher seid: die aktuellen Termine findet ihr immer auf unserer Café-XXX-Seite und in unserem Kalender.

Schwul in der Öffentlichkeit?

Hier eine neue Episode zum Thema: „Schwul in der Öffentlichkeit“.

Wie tolerant ist „man“, wenn man unerwartet eine schwule Handlung sieht in der Öffentlichkeit? Und ich meine harmlose Dinge, wie etwa einen Kuss. Und wie sieht es aus, wenn es quasi halböffentlich ist?

Konkret geschah folgendes: Im Kino in der Sneak-Preview kam „Dorian Gray“, eine Verfilmung von – wer hätte es anders erwartet – „Das Bildnis des Dorian Gray“, eines Romans von Oscar Wilde. Die Geschichte ist hoffentlich bekannt, die Verfilmung mehr oder weniger stark daran angelehnt.
Einen Kinobesuch werte ich dabei als halb-öffentlich, da ja jede/r hin kann, aber nur geplant, nicht einfach so zufällig.

Auf den ersten Blick: Jung, hübsch, charmant, männlich, schwere Kindheit – der Protagonist kann ja fast nur schwul sein. So sah es jedenfalls ein Zwischenrufer, der einige Szenen lautstark und für alle vernehmbar mit „schwul“ kommentierte. Ein hörbares kollektives Atemgeräusch bei der einzigen schwul angehauchten Szene: Dorian zeigt sich bei dem Maler seines Gemäldes erkenntlich mit einer „Genusserfahrung“, einem Kuss. Im Film wird noch mehr angedeutet, aber das war es auch schon: eine Andeutung. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt, doch jede/r muss sich bewusst werden: das ist die eigene Phantasie.

Hier sind aus meiner Sicht zweierlei Dinge zu klären:

Was erwartet man, wenn man eine Sneak-Vorstellung besucht? Der Reiz liegt zum einem im Glücksspielcharakter, welcher Film wird es wohl werden? Zum zweiten kann die Sneak auch als Erweiterung des Horizonts angesehen werden, es kommen oft Filme, die es sonst schwer in die deutschen Kinos geschafft hätten, allemal in die Mainstream-Kinos. Wem der Film zu blöd ist, der kann ja gehen – ist schon vorgekommen, dieses Mal jedoch nicht.

Wie geht man mit unerwarteten Ereignissen um? Abwertend, beleidigend, Augen verschließend, nicht wahr haben wollend? Das ist bei dem Zwischenruf passiert. Kann es am Alter liegen? Die Sneak ist FSK 18, dies ist wohl der Bequemlichkeit, aber natürlich auch dem Überraschungseffekt von Seiten des Kinobetreibers geschuldet. Das Alter sollte also ausscheiden. Ich möchte hier auch keinen Leitfaden für das Unerwartete geben – weder ginge es, noch würde es hier helfen. Statt dessen möchte ich die Frage an den Lesenden bzw. die Lesende geben, wie würdest Du reagieren?

Und die Moral von der Geschichte? Schwul in der Öffentlichkeit ist leider immer noch nicht so selbstverständlich, wie es wünschenswert wäre. Das zeigt sich nun nicht nur bei diesem einen Kinobesuch, sondern natürlich auch bei aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, z.B. einer Gemeinderatssitzung, oder der Notwendigkeit einer Demonstration für Gleichstellung. Gleichzeitig würde vermehrte erkennbare Präsenz von Schwulen und Lesben in der Öffentlichkeit helfen, und zwar hier bei uns z.B. in der Fußgängerzone, beim Einkauf, eigentlich bei jeder Gelegenheit.

Vorbildcharakter: Outing

Ist ein Outing heute noch nötig? Diese Frage stellt sich jeder und jedem immer wieder. Dieses mal wird sie von Anne Will und ihrer Freundin beantwortet: Anne Will? Genau die! Bekannt aus dem Fernsehen, insbesondere der Tagesschau, hat sich mit ihrer Freundin bereits im November 2007 geoutet.

Warum wird jetzt schon zu Vorgängen aus 2007 geschrieben? Es gibt dann doch einen aktuellen Anlass, den ich bei Spiegel Online gefunden hat: Die Lebensgefährtin Miriam Meckel hat ein Buch herausgegeben. Nein, kein speziell lesbisches. Dennoch ist das für den Spiegel Grund genug, auch ein paar Hintergründe wieder ins Gedächtnis zu rufen; und für mich bietet es genug Anlass, zum Thema Outing ein paar Sätze zu schreiben.

„Wir wollten einfach in der Lage sein, auf eine öffentliche Veranstaltung zu gehen und am selben Tisch zu sitzen.“

Dieser Satz von Anne Will und Miriam Meckel beschreibt und fasst ganz gut zusammen, weswegen ein Outing immer noch nötig ist: Lesbische und auch schwule Paare in der Öffentlichkeit sind leider noch immer nicht so selbstverständlich, wie es eigentlich sein sollte. Die besondere Aufmerksamkeit der Medien macht es hier leider auch nicht leichter. Jedoch auch ohne Medien bedarf oft genug immer noch Überweindung, den Schritt zu gehen, der es einem jeder und jedem letztlich leichter macht, mit sich und seiner bzw. ihrer Umwelt klarzukommen.
Bestärkt werden gleichgeschlechtlich liebende Menschen nicht zuletzt durch Vorbilder, die sich nicht zu schade sind, in der Öffentlichkeit zu sich zu stehen: Hier gibt es jetzt gleich zwei weiter Vorbilder, die als Rollencharakter für einen selbst dienen können.

L für Alle!

Mein Lieblingsnewsdienst hat über einen Bericht berichtet (für die Naturwisenschaftler unter den Mitlesern: gewissermassen schon die Ableitung), nachdem Verhüterli größer gemacht werden sollten, allerdings nur in der Beschreibung, nicht in der Realität.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,678194,00.html

Das deckt sich ja subjektiv auch mit GR, wo ja auch unter L kaum was angegeben wird 😉

Alles nur gelernt

Wie verhält sich ein Mann? Wie verhält sich eine Frau? Hierzu habe ich bei Spiegel Online im Unispiegel einen interessante Zusammenfassung gefunden unter dem Titel „Im Körper des Feindes“. Der Titlel ist nun eher reißerisch gewählt, der Inhalt ist jedoch hochinteressant. Es geht hierbei im Artikel darum, daß Frauen erfahren, was einem Mann so alles widerfährt, und wie er sich verhält. Dieses Verhalten, diese Muster, lernen Frauen in einem Kurs, und, nach ein wenig Übung, schaffen sie es, sich so zu verhalten, daß sie nicht als Frau sondern als Mann wahrgenommen werden. Selbstverständlich ist noch eine eher männliche Kleidung, und etwas Verkleidung in Form von Kosmetik im Spiel, aber das dient nur als Basis.

Was hat das mit uns zu tun? Je nach persönlicher Geschichte habe ich schon den einen oder die andere kennengelernt, die aus den typischen Klischees ausbrechen, und sich so geben wie sie sein wollen, ja wie sie sind, und eben nicht so wie die Gesellschaft ihr Verhalten erwartet, sei es nun die Tunte oder die Transsexuelle. Also ist, das ist nun keine Überraschung, vieles vom eigenen Verhalten erlernt, vorgegeben von der Gesellschaft, von den Eltern, ja fast schon erwartet, und wird gerade im queeren Bereich ja auch reichlich hinterfragt und eben auch anhand der eigenen Realität geändert.

Und, damit das Blog auch endlich etwas Trans-Content erhält: Ich habe mir glaubhaft versichern lassen, daß Transsexuelle ihrem wahren Geschlecht entsprechend auch trainieren, um eben alte, für sie falsche, Verhaltensmuster hinter sich zu lassen.

Nur am Rande: „Im Körper des Feindes“ ist ein, wie ich finde, cooler Film, „Face/Off“ im Original, allerdings ohne queeren Anspruch, der dem Originalakrtikel seinen Titel lieh.