Artikel in der Kategorie „Fundstücke“

Die Homo-Ehe zerstört die Gesellschaft, weil…

Ein (nicht ganz ernst gemeintes) Video, welches uns vor den Gefahren der Homo-Ehe warnen soll:

Antrag beim Eishockey

Heute morgen zufällig bei CNN gesehen:

Samstag abend, in der Pause des NHL-Eishockey-Spiels der „Toronto Maple Leafs“ gegen die „Ottawa Senators“. „Maple Leafs“-Fan Alicia steht mit verbundenen Augen auf dem Spielfeld. Nachdem die Augenbinde entfernt wurde, liest sie auf der Anzeigetafel eine Nachricht von „Senators“-Fan Christina:

Sind sie nicht süüüß ?! 🙂

Aus Mama wird Papa

Vorgestern gab es in der Sendung „frauTV“ im WDR ein Porträt eines Transsexuellen und seiner Familie.

Ich fühl‘ mich einfach viel besser jetzt in dem Körper, weil ich halt wirklich einfach so sein kann, wie ich von innen her bin. Früher hab ich mich halt einfach in nem falschen Körper gefangen gefühlt und jetzt ist einfach Äußeres und Inneres im Einklang.

Im Gegensatz zu dem hier schon besprochenen Buch von Balian Buschbaum steht diesmal der familiäre Aspekt im Vordergrund.

Den kompletten Beitrag könnt ihr euch beim WDR anschauen.

XY ungelöst

Apotheken-Logo

Apotheke

Der folgende Text

Intersexualität – Manche Menschen können nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden. Für sie beginnt damit eine schwierige Suche nach der eigenen Identität

leitet einen Artikel der Apotheken-Umschau Ausgabe vom 1. Juni 2011 ein. Bereits im Editorial wird auf diesen Artikel verwiesen unter der Überschrift „Ihr Sohn ist ein Mädchen“, der Artikel erscheint unter dem etwas unglücklichen Titel XY ungelöst.

Im Artikel werden, ähnlich wie z.B. in Coming-Out-Ratgebern, abwechselnd persönliche Erlebnisse sowie wissenschaftliche und ärtzliche Grundlagen präsentiert. Beginnend mit einem geschichtlichen Abriss, über die Erkenntnis „gut gemeint != gut gemacht“ plädiert der Artikel letztlich für eine späte Festlegung des biologischen Geschlechts, unter Mitwirkung des bis dahin entscheidungsfähigen Menschen.

Profifußballer outet sich

In Schweden erscheint am Dienstag die aktuelle Ausgabe des Fußballmagazins „Offside“. Darin outet sich der 20-jährige schwedische Fußballer Anton Hysén, der bis im vergangenen Jahr noch in der ersten Liga spielte. Titel der Ausgabe: „Var fan är alla andra?“ – zu Deutsch etwa: „Wo zum Teufel sind alle anderen?“

Zuvor hatte sich in Europa bisher nur Justin Fashanu als einziger aktiver Profispieler geoutet: 1990 titelte die englische Boulevardzeitung „The Sun“: „I am gay!“. Acht Jahre später beging er Selbstmord, weil er von einem 17-Jährigen beschuldigt wurde, ihn vergewaltigt zu haben.

Weiterlesen: bei der Frankfurter Rundschau und bei Spiegel online sind Artikel zum Thema erschienen.

Ein mögliches Szenario, was passieren könnte, wenn sich ein deutscher Profifußballer outen würde, zeigt das folgende (nicht ganz ernst gemeinte) Video – viel Spaß!

Aus dem Abseits – schwule Fußballer

Ein schwuler Amateurfußballer outet sich. Reaktion der Mannschaft:

„Das ist kein Unterschied… Nur die Schwulenwitze lassen wir jetzt weg.“

Zwei Fachjournalistik-Studenten aus Bremen haben als Bachelorarbeit einen Film über homosexuelle Amateur-Fußballer gedreht:

Bei 11freunde.de gibt’s ein Interview mit den Machern.

It gets better

09.07. Justin Aaberg (15), 09.09. Billy Lucas (15), 13.09. Cody Barker (17), 22.09. Tyler Clementi (18), 25.09. Harrison Chase Brown (15), 27.09. Seth Walsh (13), 28.09. Asher Brown (13), 29.09. Raymond Chase (19), 30.09. Caleb Nolt (14), 05.10. Zach Harrington (19), 12.10. Aiyisha Hassan (19), 20.10. Felix Sacco (17)

Neun von zehn schwulen oder lesbischen Schülern wurden in der Schule gemobbt. Mehr als 30% von ihnen haben einen Selbstmordversuch hinter sich.

In den letzten Wochen wurden vermehrt Selbstmorde von schwulen und lesbischen Teenagern bekannt – oder solchen die dafür gehalten wurden. Sie wurden gemobbt – in der Schule, der Kirche, zu Hause – und sahen keine Perspektive für ihr weiteres Leben. Um dagegen etwas zu tun, wurden unter dem Motto „It gets better“ mittlerweile mehr als 2,000 Videos unter www.itgetsbetterproject.com veröffentlicht – und bereits über 10 Millionen mal angesehen.

Die wichtige Message in jedem von ihnen: Egal wie schlimm es ist, und wie aussichtlos die Lage auch sein mag: Es wird besser werden. Ihr werdet Leute kennenlernen, die so sind wie ihr, und die euch so lieben, wie ihr seid. Gebt euch selbst die Chance, das zu erleben.

Auch Prominente wie Adam Lambert, Hillary Clinton und Barack Obama haben Videos beigesteuert. Die meisten Videos wurden aber von jungen und älteren Schwulen und Lesben aufgenommen, die erzählen, wie sie selbst Mobbing erlebt, und/oder Selbstmordversuche überlebt haben. Und dass das Leben besser wird!

www.itgetsbetterproject.com – einfach mal ein bisschen stöbern…

Coming-Out-Bericht aus der freien Wildbahn

„Coming-Out? Ist das denn noch ein Thema?“ mag sich der eine oder die andere fragen. Ja, es ist immer noch Thema, und zwar ganz konkret dieses Mal bei Spiegel Online unter der Rubrik Mein erstes Mal. Das „erste Mal“ ist hier die Teilnahme an einem CSD. Die wird im Bericht geschildert, und natürlich mit der ganzen Vorgeschichte, eben dem Coming-Out, sowohl dem inneren, wie dem äußeren, versehen.

Alles nix neues, oder etwa doch?

Neu ist, daß sich dieser Artikel letztlich an alle Jugendlichen richtet (die den Spiegel bzw. dessen Onlineteil lesen), und nicht nur an die lesbischen bzw. schwulen, für die es ja Geschichten dieser Art in nahezu jedem Coming-Out-Ratgeber gibt. Mit ein bisschen Phantasie hilft das den interessierten, heterosexuellen Jugendlichen, sich ein bisschen in Lebenslage und -wirklichkeit von Schwulen und Lesben hinzuversetzen. Und den queeren Jugendlichen, wie es neuerdings so schön heißt, so sie ihre „queerness“ noch nicht entdeckt haben, mag es auf die Sprünge helfen, zu entdecken, was sie bewegt.

Auch interessant sind ein paar der Kommentare am Ende des Artikels, die Leser hinterlassen haben. Hier sind verschiedene Reaktionen, negative wie positive, dabei, alle, wie ich finde, oberhalb der Gürtellinie (Stand bei 8 Kommentaren). Es gibt also für Schwule und Lesben immer noch so einiges zu tun und zu erreichen.

McDonalds-Werbung

Ich bin ja eigentlich kein Fan von McDonalds, aber dieser französische Werbespot könnte euch interessieren:

Natürlich hagelte es gleich Protest von evangelikalen Amerikanern – z.B. vom Präsidenten der „American Decency Association“: McDonald’s verrate Millionen Menschen, die für traditionelle Familienwerte einstünden. Stattdessen fördere der Konzern „das gottlose Verhalten von einigen wenigen“.

Statt jedoch dagegen zu halten, betonte McDonalds, dass der Spot ausschließlich in Frankreich gezeigt würde, wo es keine Probleme mit Homosexualität gebe – man stelle lediglich die französische Gesellschaft so dar, wie sie eben sei. Statt die Gelegenheit zu nutzen, um sich auch in Amerika für die Akzeptanz von Homosexuellen einzusetzen, zieht McDonalds also mal wieder den Schwanz ein – wie bereits 2008, als McDonalds nach einem Boykott der American Family Association sein kurz zuvor begonnenes Engagement für eine schwul-lesbische Initiative wieder einstellte.

Fazit also: Doch nicht bei McDonalds essen. Lieber Pepsi trinken. 😉

Aus Yvonne wird Balian

Im November 2007 hat die deutsche Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum das Ende ihrer Karriere bekanntgegeben. Sie änderte ihren Namen in „Balian“, unterzog sich einer Hormontherapie und einer geschlechtsangleichenden Operation, und lebt inzwischen als Mann.

Balian Buschbaum: Mein Leben

Balian Buschbaums Autobiographie

Anfang März ist Balian Buschbaums Autobiographie erschienen. In dieser beschreibt er eindrucksvoll sowohl sein früheres Leben als „Mann im falschen Körper“, als auch den schrittweisen Prozess der Angleichung seines biologischen Geschlechts an das gefühlte Geschlecht. Von Kindheit an fühlte und gab er sich männlich, beim Lesen vergisst man manchmal leicht, dass er zu diesem Zeitpunkt (rein biologisch gesehen) noch eine Frau war.

Balian Buschbaum nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet sehr offen und detailliert über alle Aspekte der Geschlechtumwandlung. Einen ersten Eindruck davon bekommt man in einem Interview im Tagesspiegel. So werden nicht nur die Berge von Bürokratie, die Effekte von Testosteronspritzen und die Einfachheit einer Brust-Amputation beschrieben, sondern auch die erstaunlichen medizinischen Möglichkeiten, einen voll funktionsfähigen Penis zu kreieren (die sogenanne „Phalloplasik“).

Auf seiner Homepage kann man sich auf Fotos von ihm überzeugen: Balian Buschbaum wirkt jetzt wesentlich männlicher als die meisten Mitglieder unserer Hochschulgruppe. 😉

Das Buch ist übrigens nicht nur für Transsexuelle interessant: Balian Buschbaum hat zweifelsfrei einen schwierigen Weg hinter sich, aber er hat ihn mutig in Angriff genommen, um am Ende als glücklicher Mann das Leben leben zu können, dass er sich immer erträumt hat. Dieses Buch macht Mut, gleichermaßen sein Glück in die Hand zu nehmen, und zur eigenen Persölichkeit zu stehen. Die wichtigste Message: „Es ist normal, anders zu sein.“

„Blaue Augen bleiben blau: Mein Leben“ von Balian Buschbaum ist erschienen im Krüger-Verlag, erhältlich zum Beispiel bei Amazon.