Artikel in der Kategorie „Politik“

Urteil zum Adoptionsrecht

Urteilsverkündung beim Bundesverfassungsgericht

Urteilsverkündung

Das Bundesverfassungsgericht hat heute sein Urteil verkündet: Das bestehende Verbot der sogenannten „Sukzessivadoption“ von eingetragenen Lebenspartnern ist verfassungswidrig. Damit ist es Schwulen und Lesben nun möglich, ein Adoptivkind des Partners ebenfalls zu adoptieren. Bislang war in Deutschland nur die „Stiefkindadoption“ möglich, das heißt: Schwule und Lesben durften die leiblichen Kinder ihrer Partner adoptieren, jedoch nicht die Kinder, die die Partner selbst adoptiert hatten.

Selten waren sich die Experten so einig wie in der Verhandlung am 18. Dezember. Ebenso einig waren sich die Richter: sie entschieden einstimmig, dass durch das Verbot der Sukzessivadoption „sowohl die betroffenen Kinder als auch die betroffenen Lebenspartner in ihrem Recht auf Gleichbehandlung verletzt“ werden (Art. 3 Abs. 1 GG).

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CSD-Empfang beim Ministerpräsidenten

Empfang im Staatsministerium

Empfang im Staatsministerium

Am 28. Juni 1968 begann in der Christopher Street in New York der sogenannte Stonewall-Aufstand bei dem sich erstmals Homo- und Transsexuelle gegen Diskriminierung durch die Polizei wehrten.

Zum Jahrestag waren am Donnerstag etwa 150 Vertreter von verschiedenen LGBTI-Vereinen aus Baden-Württemberg bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast. Auch zwei Mitglieder der Queerbeet waren mit dabei.

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Queerbeet beim CSD Karlsruhe 2012

CSD Karlsruhe 2012

CSD Karlsruhe 2012

Schön war’s wieder! Bei strahlendem Sonnenschein haben gestern etwa 1000 Teilnehmer in Karlsruhe den Christopher Street Day mit einer großen Demoparade gefeiert. Die Queerbeet war sogar gleich doppelt mit dabei: zum ersten Mal hat unser Chor als eigene Gruppe auf sich aufmerksam gemacht. Dadurch dass sich unterwegs noch so viele Menschen spontan unserem Zug angeschlossen haben, waren die einzelnen teilnehmenden Gruppen aber sowieso nicht mehr unbedingt als solche erkennbar.

Queerbeet-Chor beim CSD Karlsruhe

Queerbeet-Chor beim CSD Karlsruhe

Egal, es hat Spaß gemacht, wir waren laut und bunt und konnten die Karlsruher Bevölkerung auf uns aufmerksam machen. Bei der anschließenden Kundgebung haben es die beiden Schirmfrauen Ana und Anda dann geschafft, in einer sehr guten Rede den Sinn und Zweck eines solchen CSDs in all seinen Facetten zu erklären.

Weitere Fotos vom CSD werden in den nächsten Tagen auf der CSD-Homepage verlinkt, ebenso wie die Berichterstattung in der Presse.

Obama für Homo-Ehe

Obama: „I think same sex couples should be able to get married.“

Hier der komplette Bericht von abcnews.
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CSD Karlsruhe am 2. Juni 2012

CSD Karlsruhe am 2. Juni 2012

CSD Karlsruhe am 2. Juni 2012

Nachdem wir in diesem Jahr erleben durften, wie großartig ein CSD in der eigenen Stadt ist, solltet Ihr Euch schonmal den Termin für’s nächste Jahr rot im Kalender anstreichen: Am 2. Juni werden wir Karlsruhe wieder mit einer großen Demoparade durch die Innenstadt auf uns aufmerksam machen. Natürlich wird es auch wieder jede Menge Veranstaltungen rund um den CSD geben.

So ein CSD organisert sich aber nicht von allein – also überlegt Euch, ob ihr nicht hinter den Kulissen mithelfen wollt, damit auch dieser CSD ein voller Erfolg wird: schaut mal auf der Homepage des CSD und meldet Euch beim CSD-Team.

Demo vor dem Rathaus

Demo im April 2010

Übrigens: das gleiche Team hat bereits 2010 die
Demo „Schwule und Lesben ins Standesamt“ in Karlsruhe organisiert. Gestern war es dann endlich soweit: Der Landtag hat beschlossen die Standesämter in Baden-Württemberg ab dem 1.1.2012 auch für eingetragene Lebenspartnerschaften zu öffnen.

Trotzdem ist es wichtig, weiter für vollständige Gleichberechtigung zu demonstrieren: Im Steuerrecht, im Erbschaftsrecht und im Adoptionsrecht werden homosexuelle Paare nach wie vor benachteiligt. Also: Macht mit beim CSD! Es lohnt sich…

Kein Kommentar zur Landtagswahl

Als vor etwa einem Jahr Stefan Mappus zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde, habe ich an dieser Stelle (fast) kommentarlos ein paar Zitate von ihm gepostet.

Die gleiche Ehre möchte ich nun unserem zukünftigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zuteil werden lassen: 2003 schreibt er in einem offenen Brief an Kardinal Ratzinger (ja, genau den) als Reaktion auf dessen „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“:

Homosexuelle und andere diskriminierte Minderheiten vom Rand in die Mitte der Gesellschaft zu holen, sehe ich als eine meiner Aufgaben an, die mir als demokratischer Politiker wie als Christ aufgegeben sind.

Dass Sie in diesem Zusammenhang sexuellen Beziehungen außerhalb der Ehe implizit die Menschlichkeit absprechen, geht bei allem Respekt vor Ihrer Position entschieden zu weit und ist wirklich schwer erträglich.

Gerade weil Homosexuelle eine kleine Minderheit sind, hat die Politik die Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie im Rahmen der Verfassungs- und Rechtsordnung ihre Persönlichkeit frei entfalten können, solange sie nicht die Rechtsgüter anderer verletzen.

Na, da weht doch plötzlich ein ganz anderer Wind im Ländle…

Artikel: Homo-Ehe – Heirat 2. Klasse?

Artikel zur Homo-Ehe in der Quappe

Artikel zur Homo-Ehe in der Quappe

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) hatte uns gebeten, einen Artikel für die Ausgabe Winter 2010 ihrer Zeitschrift „Quappe“ beizusteuern. Wer diesen Artikel in der gedruckten Ausgabe verpasst hat, kann nun hier den Artikel als PDF lesen.

Es geht um die noch verbesserungsfähige rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften, für die wir ja auch bei unserer Demo vor einem Jahr demonstriert haben.

Die komplette Ausgabe findet man auf der GHG-Homepage.

„Miłość nie wyklucza” – wie web 2.0 die gesellschaftliche Debatte verändert

„Miłość nie wyklucza”, Liebe schließt nicht aus! Das ist eine neue Aktion in Polen, die sich für Schwulenrechte, insbesondere für die Einführung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einsetzt. Die Forderungen für eine Ausgestaltung dieser eingetragenen Lebenspartnerschaft lesen sich ziemlich vorsichtig, da die Aktion außergewöhnlich klar feststellt, dass sie im sehr katholischen Polen keine Anerkennung seitens der Kirche will; sie weiß genau, dass sie gegen das Denkmuster eingefahrener Kirchentreuer in Polen nicht ankommt, darum fasst sie sich mit ihren Forderungen möglichst praktisch: Weiterlesen „„Miłość nie wyklucza” – wie web 2.0 die gesellschaftliche Debatte verändert“

„Arschf*****!“ Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie am KIT

Bevor Du Dir diesen Artikel durchliest, solltest Du wissen, dass wir normalerweise nicht so vulgär drauf sind. Ich möchte mich schon im Vorraus für die Ausdrucksweise entschuldigen ;-)

Am Donnerstag fand in der Mittagspause der Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie initiiert vom neuen Queer-Referat statt. Dazu haben wir Informationsflyer vor dem AKK verteilt. Der Clou: Um die Aufmerksamkeit möglichst vieler Leute zu gewinnen, tat ein Teil von uns so, als hätte sich spontan eine homophobe, sexistische Gruppe zusammengefunden, die das Flyerverteilen durch Zurufe über Megaphone stören möchte! Weiterlesen „„Arschf*****!“ Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie am KIT“

offener Brief an Westerwelle aus Südafrika

warum Toleranz nicht ausreicht und sich zu outen, überall auf der Welt, so wichtig ist…

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