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	<title>Queerbeet &#187; Religion</title>
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	<description>Die Hochschulgruppe für Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle in Karlsruhe</description>
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		<title>„Miłość nie wyklucza” &#8211; wie web 2.0 die gesellschaftliche Debatte verändert</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 23:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ubientephes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Miłość nie wyklucza”, Liebe schließt nicht aus! Das ist eine neue Aktion in Polen, die sich für Schwulenrechte, insbesondere für die Einführung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einsetzt. Die Forderungen für eine Ausgestaltung dieser eingetragenen Lebenspartnerschaft lesen sich ziemlich vorsichtig, da die Aktion außergewöhnlich klar feststellt, dass sie im sehr katholischen Polen keine Anerkennung seitens der Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/logo_miloscniewyklucza.jpg"><img class="size-medium wp-image-1513 alignleft" title="logo_miloscniewyklucza" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/logo_miloscniewyklucza-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>„Miłość nie wyklucza”, Liebe schließt nicht aus! Das ist eine neue<a href="http://www.miloscniewyklucza.pl/"> Aktion in Polen</a>, die sich für Schwulenrechte, insbesondere für die Einführung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einsetzt. Die Forderungen für eine Ausgestaltung dieser eingetragenen Lebenspartnerschaft lesen sich ziemlich vorsichtig, da die Aktion außergewöhnlich klar feststellt, dass sie im sehr katholischen Polen keine Anerkennung seitens der Kirche will; sie weiß genau, dass sie gegen das Denkmuster eingefahrener Kirchentreuer in Polen nicht ankommt, darum fasst sie sich mit ihren Forderungen möglichst praktisch:<a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/logo_miloscniewyklucza.jpg"><span id="more-1511"></span></a> Warum soll ich meine/n Partner/in nach jahrelanger Beziehung nicht am Krankenbett besuchen dürfen, wenn ich nicht gerade auf einen toleranten Arzt treffe? Was stört es die Öffentlichkeit, wenn ich mit meinem Partner vereinbare, dass wir füreinander sorgen (Gütergemeinschaft, Unterhaltsrecht)? Aber auch Dinge, die den Staat unmittelbar betreffen sind schon im Forderungskatalog erwähnt: die polnischen Lesben und Schwule möchten etwa in Erbschafts- und Steuerrechtssachen nicht mehr ungleich behandelt werden.</p>
<p>Um diesem Aktionsbündnis einen Background zu geben, möchte ich kurz darauf eingehen, wie ich die Entwicklung der Diskussion um den Umgang mit Lesben und Schwulen in der polnischen Gesellschaft wahrnehme:</p>
<p>Vor einigen Jahre noch sah man in den Medien keinerlei Kontroverse bezüglich dem Thema Homosexualität in Polen. Entweder wurde über das Thema Homosexualität einfach nicht gesprochen oder aber die gesamte Talk-Showrunder gab zum Besten, dass Homosexualität bzw. Pädophilie (viele sahen da erschreckender Weise keinen Unterschied) zu verachten ist und man als wachsamer Bürger die Augen vor dem Bösen offen halten sollte. Ab und zu gab es ein Statement eines katholischen Geistlichen, selbstverständlich nicht sonderlich homofreundlich, 2004 und 2005 wurden die Warschauer CSDs (in Polen heißen sie Gleichheitsparaden, <em>Parada Równości</em>) vom mittlerweile tödlich verunglückten Lech Kaczynski untersagt. Er war damals Oberbügermeister in Warschau, später gewann er mit seiner rechtskonservativen, populistischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Parlamentswahl und war bis zu seinem Tod Präsident in Polen. Zu dieser Zeit war der Ton seitens der Politik alles andere als homofreundlich (<a href="http://derstandard.at/2806615" target="_blank">siehe etwa hier</a>)</p>
<p><a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/BiedronG_228x205.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1514" title="BiedronG_228x205" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/BiedronG_228x205-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zumindest der Umgang mit dem Thema Homosexualität in Polen scheint sich aber nun ruckartig zu ändern, im Zentrum befindet sich der Sozialdemokrat und Schwulenrechteaktivist<a href="http://www.robertbiedron.pl/" target="_blank"> Robert Biedroń</a>. Seit letzten Jahres etwa gibt es kontinuierlich Diskussionsrunden mit dem schlagfertigen 34 Jährigen auf verschiedenen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6WT6myp30OU&amp;NR=1" target="_blank">Fernsehkanälen</a>. Schon fast  übertrieben aufklärerisch wirken seine Aussagen auf uns &#8222;Westliche&#8220;. Immer wieder predigt er, Homosexualität sei keine Krankheit, man könne Menschen davon also auch nicht heilen. Er stamme nicht aus krankhaften Familienverhältnissen, hatte keine psychisch kranken Eltern, die zu seiner sexuellen Orientierung beigetragen hätten. Man habe Homosexuelle in der Gesellschaft nicht wahrgenommen, weil sie einfach nicht (oder nicht wirklich <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ) anders sind, als Heterosexuelle.<br />
All diese TV-Shows findet man natürlich auch bei YouTube, wo die Diskussionsbeiträge nicht abbrechen. Oft unter der Gürtellinie beschimpfen sich die Befürworter und Gegner<strong> <span style="text-decoration: line-through;"><strong> </strong></span></strong>Biedrońs. Auch viele Straßeninterviews sind aufgetaucht, Fernsehsender fertigen Reportagen über Homosexualität in Polen an.<br />
web 2.0 wirkt wie ich finde in der ganzen Debatte wie ein Katalysator: Auf Youtube, myVideo und den ganzen anderen Vertretern tummeln sich Videos mit Umfragen und Argumenten, die die offene Diskussion zu Stande bringen, die so lange in der polnischen Gesellschaft gefehlt hat. Endlich der offene Schlagabtausch!<br />
Besonders emotional wurde die gesamte Diskussion, als ein <a href="http://www.gk24.pl/apps/pbcs.dll/article?AID=/20090930/POMORZE/386887379" target="_blank">Kinderbuch</a> über ein Pinguinbaby mit schwulen Pinguinpapas veröffentlicht wurde und in einer Danziger Vorstand in einem Kindergarten vorgelesen wurde. Sofort waren die TV-Shows voll mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lHTQxUN0faE&amp;feature=related" target="_blank">besorgten Eltern</a>, die angaben, dass sie doch selber entscheiden möchten, ob ihre Kinder mit dem Thema Homosexualität konfrontiert werden sollten und dass es unfassbar wäre,  wenn Steuergelder dafür verwendet würden, Kindern in öffentlichen Einrichtungen etwas über Homosexualität zu vermitteln. Prompt tauchen Gegner auf, die einen zweiten Teil der Geschichte schreiben, in dem der schwule Pinguin nun doch die Pinguindame seines Lebens trifft.</p>
<p>Hier möchte ich nun wieder zurück zur Aktion „Miłość nie wyklucza”: Noch vor weniger als einem Jahrzehnt gab es in Polen faktisch keine öffentliche Debatte über Homosexuellenrechte. Seit wenigen Jahren kämpft die LGBT-Community in Polen aber umso vehementer. Aus privaten Mitteln versucht die junge Aktion Plakate und Flyer in die Öffentlichkeit zu tragen.<br />
Auf den ersten Blick hat die gesamte LGBT-Rechtebewegung in Polen noch nichts erreicht &#8211; dass es nun aber endlich eine wirkliche Kontraposition gibt, ist ein immenser Erfolg!</p>

<a href='http://queerbeet.org/2010/11/18/mio-nie-wyklucza-wie-web-2-0-die-gesellschaftliche-debatte-veraendert/logo_miloscniewyklucza/' title='logo_miloscniewyklucza'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/logo_miloscniewyklucza-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="das Logo von &quot;Liebe schließt nicht aus&quot;" title="logo_miloscniewyklucza" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/18/mio-nie-wyklucza-wie-web-2-0-die-gesellschaftliche-debatte-veraendert/biedrong_228x205/' title='BiedronG_228x205'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/BiedronG_228x205-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Robert Biedroń - polnischer Mitstreiter für die Rechte Homosexueller" title="BiedronG_228x205" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/18/mio-nie-wyklucza-wie-web-2-0-die-gesellschaftliche-debatte-veraendert/plakat-a-drugi/' title='plakat-A-drugi'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/plakat-A-drugi-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Aktionsplakat von &quot;Liebe schließt nicht aus&quot;" title="plakat-A-drugi" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/18/mio-nie-wyklucza-wie-web-2-0-die-gesellschaftliche-debatte-veraendert/plakat-a-pierwszy/' title='plakat-A-pierwszy'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/plakat-A-pierwszy-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Aktionsplakat von &quot;Liebe schließt nicht aus&quot;" title="plakat-A-pierwszy" /></a>

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		<title>„Arschf*****!“ Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie am KIT</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 11:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ubientephes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor Du Dir diesen Artikel durchliest, solltest Du wissen, dass wir normalerweise nicht so vulgär drauf sind. Ich möchte mich schon im Vorraus für die Ausdrucksweise entschuldigen Am Donnerstag fand in der Mittagspause der Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie initiiert vom neuen Queer-Referat statt. Dazu haben wir Informationsflyer vor dem AKK verteilt. Der Clou: Um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060048k.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1502" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (3)" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060048k-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Bevor Du Dir diesen Artikel durchliest, solltest Du wissen, dass wir normalerweise nicht so vulgär drauf sind. Ich möchte mich schon im Vorraus für die Ausdrucksweise entschuldigen <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Donnerstag fand in der Mittagspause der Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie initiiert vom neuen Queer-Referat statt. Dazu haben wir Informationsflyer vor dem AKK verteilt. Der Clou: Um die Aufmerksamkeit möglichst vieler Leute zu gewinnen, tat ein Teil von uns so, als hätte sich spontan eine homophobe, sexistische Gruppe zusammengefunden, die das Flyerverteilen durch Zurufe über Megaphone stören möchte! <span id="more-1496"></span>Abwechselnd wurden die Flyerverteiler teils sehr vulgär (&#8222;Arschf*****&#8220;, &#8222;Emanzen&#8220;, &#8222;An deinem Sch**** hängt doch Scheiße&#8220;) beschimpft, aber auch mit teils gesellschaftlich anscheinend salonfähigen Argumenten konfrontiert (&#8222;Ehegattensplitting für eingetragene <a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060041k.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1501" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (2)" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060041k-300x225.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a>Lebenspartnerschaften? Seh&#8216; ich nicht ein, die kriegen ja keine Kinder&#8220;, &#8222;Ich hab nichts gegen Schwule, aber doch nicht in der Öffentlichkeit&#8220;, &#8222;Frauen können halt nicht einparken&#8220;, &#8222;Dass Frauen nicht in Führungspositionen sind hängt wohl damit zusammen, dass sie es nicht wollen&#8220;, &#8222;Jetzt wollen die Homos auch noch das Adoptionsrecht, denkt doch an die armen Kinder!&#8220;). Auch Bibelzitate schallten durch die Megaphone.</p>
<p>Diese Methode der Aufmerksamkeitsgewinnung erwies sich als voller Erfolg: Schon nach kurzer Zeit waren alle Flyer vergriffen (besonders viele Leute wollten einen Flyer, nachdem wir &#8222;nehmt ja nicht die rosa Flyer von den Schwuchteln und Emanzen!&#8220; riefen <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p><a href="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060030k.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1500" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (1)" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060030k-225x300.jpg" alt="" width="158" height="210" /></a>Einige Studis ließen sich auch auf eine Diskussion ein oder diskutierten untereinander über die Aktion. Eine Person kam sogar auf die vermeintlichen Störer zu &#8222;Findest du das eigentlich cool, was du da machst?!&#8220;, ein anderer warf einen Apfelbutzen.</p>
<p>Die Aktion fand im Rahmen der deutschlandweiten Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie an Hochschulen statt. Infos findest Du auch unter: <a title="kein-sexismus.de" href="http://www.kein-sexismus.de">www.kein-sexismus.de</a></p>
<p>Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Aktionstag, großes Danke an das Queer-Referat, das Frauen-Referat und die Helfer!</p>
<p><strong>Update des Autors vom 6.12. 21.10 Uhr :</strong></p>
<p>Die vielen kontroversen Kommentare zum Artikel haben mich dazu bewogen, noch ein paar Sätze zu diesem Artikel, der Aktion bzw. der Planung zu verlieren.<br />
Ich hatte im Vorfeld der Aktion nicht gedacht, dass es so undurchsichtig wäre, diese Aktion (in unserem Sinne) &#8222;richtig&#8220; zu interpretieren. Es fand ja ein ständiger Wechsel zwischen den homophoben und sexistischen Äußerungen statt (auf &#8222;Jetzt wollen die Homos auch noch das Adoptionsrecht, denkt doch an die armen Kinder!&#8220; direkt &#8222;meine Freundin wollte doch tatsächlich meinen Autoschlüssel &#8211; Frau am Steuer, das wird teuer!&#8220;), was einerseits wegen der thematischen Änderung, andererseits z.T. wegen der Art des Gesagten auffällig war (dass meine Freundin meinen Autoschlüssel will, sag ich dann ja doch eher einem Kommilitonen als der versammelten Mannschaft vor dem AKK).<br />
Anscheinend war das aber nicht offensichtlich, banal oder doof genug, damit es alle erreicht. In der Planung haben wir uns wohl zu wenig Gedanken über jene gemacht, die keinen Flyer gekriegt haben (hier waren ja die blöden Sprüche mit dem Aktionshintergrund verknüpft) und auch über jene, die übermäßig intolerant sind (die also 100% sexistisch und homophob sind und die bei sowas null Komma nichts Auffälliges wahrnehmen) &#8211; diese Gruppen haben wir anscheinend unzureichend erreicht.</p>
<p><em>Alles in allem </em>führt das natürlich dazu, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie sich sowas entweder besser in einer wechselnden, vorbeilaufenden Masse auflösen lässt (das war nämlich in der Planung die Schwierigkeit) oder welche weiteren Methoden für so eine Aktion geeignet sind. Gerne laden wir ein nach bzw. während den Kaffeeklatschen im kommenden Jahr mitzudiskutieren; jeder der Ideen für die nächste Aktion hat, ist natürlich eingeladen mitzuhelfen!</p>
<pre></pre>

<a href='http://queerbeet.org/2010/11/12/arschf-aktionstag-gegen-sexismus-und-homophobie-am-kit/p1060048k/' title='Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (3)'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060048k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Platz vor dem AKK" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (3)" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/12/arschf-aktionstag-gegen-sexismus-und-homophobie-am-kit/p1060030k/' title='Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (1)'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060030k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="kein Sexismus an Hochschulen!" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (1)" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/12/arschf-aktionstag-gegen-sexismus-und-homophobie-am-kit/p1060041k/' title='Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (2)'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060041k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die &quot;Störer&quot;" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (2)" /></a>
<a href='http://queerbeet.org/2010/11/12/arschf-aktionstag-gegen-sexismus-und-homophobie-am-kit/p1060049k/' title='Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (4)'><img width="150" height="150" src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/11/P1060049k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="keine Homophobie an Hochschulen!" title="Aktionstag gegen Sexismus und Homophobie (4)" /></a>

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		<title>Diskussionsabend &#8222;Homosexualität in der Bibel&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 15:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Homosexualität ist Sünde&#8220; &#8211; habt ihr diesen Spruch schonmal gehört? Wie kann man damit umgehen, wenn jemand so etwas sagt? Es lohnt sich, sich dazu etwas in der Bibel auszukennen und genau zu wissen, was darin über Homosexualität steht &#8211; und was nicht. Gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und Norbert Wölfle vom Homosexuellenpastoral Freiburg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Homosexualität ist Sünde&#8220; &#8211; habt ihr diesen Spruch schonmal gehört? Wie kann man damit umgehen, wenn jemand so etwas sagt? Es lohnt sich, sich dazu etwas in der Bibel auszukennen und genau zu wissen, was darin über Homosexualität steht &#8211; und was nicht.</p>
<div id="attachment_1386" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://queerbeet.org/2010/07/02/diskussionsabend-homosexualitaet-in-der-bibel/publikum2/" rel="attachment wp-att-1386"><img src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/07/publikum2-150x150.jpg" alt="über 40 Besucher beim Bibelabend" title="Viele Besucher" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1386" /></a><p class="wp-caption-text">über 40 Besucher beim Bibelabend</p></div>
<p>Gemeinsam mit der <a title="KHG Karlsruhe" href="http://khg-karlsruhe.de/">Katholischen Hochschulgemeinde (KHG)</a> und Norbert Wölfle vom <a title="Homosexuellenpastoral der Erzdiözese Freiburg" href="http://erzbistum-freiburg.de/html/homosexuellenpastoral.html">Homosexuellenpastoral Freiburg</a> haben wir bei einem Diskussionsabend am 1. Juli <a title="Unser Bibelstellen-Handout als pdf" href='http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/07/Bibelstellen_Handout.pdf'>Bibelstellen</a> genauer unter die Lupe genommen, die Homosexuelle betreffen (könnten). Neben Mitgliedern der Queerbeet und der KHG waren auch viele Mitglieder der <a title="SMD (Studenten Mission Deutschland) Karlsruhe" href="http://www.smd-karlsruhe.de/">SMD</a>, sowie Besucher des <a title="Queer-Gottesdienst in Karlsruhe" href="http://queergottesdienst-ka.de/">Queer-Gottesdienstes</a> dabei. Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass auch <a title="Wikipedia: Manfred Bruns" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Bruns">Manfred Bruns</a> vom <a title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland" href="http://www.lsvd.de/">LSVD</a> mit dabei war und uns aus seinem reichen Erfahrungsschatz wertvolle Diskussionsbeiträge liefern konnte. </p>
<p>Zunächst führte Herr Wölfle in das Thema ein, und stellte mit einem <a title="Den Menschen sehen - Seelsorge für homosexuelle Männer und Frauen" href="http://www2.erzbistum-freiburg.de/fileadmin/gemeinsam/erwachsene/flyer-homosexuellenpatoral.pdf">Flyer</a> kurz die Arbeit des Homosexuellenpastorals vor. Er ging dann näher auf einzelne Bibelstellen ein:</p>
<div id="attachment_1384" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://queerbeet.org/2010/07/02/diskussionsabend-homosexualitaet-in-der-bibel/woelfle/" rel="attachment wp-att-1384"><img src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/07/woelfle-150x150.jpg" alt="Herr Wölfle vom Homosexuellenpastoral" title="Vortrag von Herrn Wölfle" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1384" /></a><p class="wp-caption-text">Herr Wölfle vom Homosexuellenpastoral</p></div>
<ul>
<li>In den Heiligkeitsgesetzen steht &#8222;Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft&#8220; (<a title="Einheitsübersetzung: Levitikus 18, 22" href="http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/mos3018.htm#a21">Lev 18,22</a>), dort finden sich aber auch viele andere Verbote (z.B. &#8222;Ihr sollt euer Kopfhaar nicht rundum abschneiden. Du sollst deinen Bart nicht stutzen.&#8220;, <a title="Einheitsübersetzung: Levitikus 19, 27" href="http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/mos3019.htm#a26">Lev 19, 27</a>) die heute nicht mehr ernst genommen werden, weil sie früher hauptsächlich dazu dienten, sich von anderen Religionen abzugrenzen, und Männer deutlich von den ihnen untergeordneten Frauen zu unterscheiden.</li>
<li>In den Paulusbriefen findet man &#8222;Männer trieben mit Männern Unzucht&#8220; (<a title="Einheitsübersetzung: Römer 1, 27" href="http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem001.htm#a26">Röm 1, 27</a>). Paulus kannte jedoch nicht unser heutiges Konzept von Homosexualität (als auf Dauer angelegte liebevolle gleichberechtigte Partnerschaft), sondern bezog sich auf den im antiken Griechenland üblichen Verkehr von (heterosexuellen) Männern mit untergeordneten Sklaven oder Jugendlichen.</li>
<li>Die Stadt Sodom (<a title="Einheitsübersetzung: Genesis 19, 4-9" href="http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/mos1019.htm#a4">Gen 19, 4-9</a>) wurde nicht zerstört, weil ihre Bewohner homosexuell waren. Viel mehr ging es um eine versuchte Vergewaltigung und eine Verletzung des (damals sehr wichtigen) Gastrechts.</li>
</ul>
<p><span id="more-1383"></span></p>
<div id="attachment_1385" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://queerbeet.org/2010/07/02/diskussionsabend-homosexualitaet-in-der-bibel/publikum1/" rel="attachment wp-att-1385"><img src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/07/publikum1-150x150.jpg" alt="Wasserversorgung" title="Wasserversorgung" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1385" /></a><p class="wp-caption-text">Wasser für die durstigen Gäste</p></div>
<p>Nachdem wir diese und noch weitere Bibelstellen auch noch einmal gemeinsam laut gelesen hatten, begann eine interessante Diskussion mit den über 40 Teilnehmern. Die Arbeitsgruppe <a title="Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V." href="http://www.huk.org/">Homosexuelle und Kirche</a> hatte zusätzlich  Faltblätter mit <a title="Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei - Was die Bibel homosexuellen Christen mit auf den Weg gibt" href="http://www.huk.org/allgem/faltblatt-positive-bibelstellen.pdf">weiteren Bibelstellen für homosexuelle Christen</a> sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit <a title="Unsere Hoffnung heißt Gerechtigkeit - Lesben und Schwule unter Benedikt XVI." href="http://huk.org/aktuell/benedikt_flyer.pdf">Äußerungen von Papst Benedikt XVI</a> mitgebracht. Wir lösten uns schnell von den Bibelstellen und diskutierten noch lange über die Akzeptanz von Homosexuellen in christlichen Gemeinden und in der katholischen Kirche. </p>
<p>Der Abend hat sicherlich für viele interessante Impulse zum Thema Homosexualität und Christ sein gegeben. Wir danken Herrn Wölfle und der KHG für die gute Zusammenarbeit, sowie allen Teilnehmern für die positive Diskussionsatmosphäre. </p>
<p>Weitere Infos zum Thema:</p>
<ul>
<li>bei der schon erwähnten Arbeitsgruppe <a title="HUK: Homosexuelle und Kirche" href="http://huk.org/allgem/index.htm">Homosexuelle und Kirche</a></li>
<li><a title="Zwischenraum" href="http://www.zwischenraum.net/themenframe.htm">zwischenraum.net</a> wurde auch bei der Diskussion erwähnt </li>
<li><a title="religioustolerance.org" href="http://www.religioustolerance.org/hom_bibl.htm">religioustolerance.org: What the bible says <em>and means</em> about homosexuality</a> stellt verschiedene Interpretationen wertungsfrei gegenüber</li>
<li><a title="Lesbische und Schwule Basiskirche Basel" href="http://www.lsbk.ch/religion/bibel_themen.asp">lsbk.ch: Homosexualität in der Bibel</a> </li>
<li><a title="Soulforce" href="http://www.soulforce.org/article/homosexuality-bible-gay-christian">soulforce.org: What the Bible Says &#8211; And Doesn&#8217;t Say &#8211; About Homosexuality</a> </li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Des Lästerers Fegefeuer</title>
		<link>http://queerbeet.org/2010/06/16/des-laesterers-fegefeuer/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 09:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Mixa, Rücktritt, Sünde, Missbrauch, Christentum, Menschlichkeit, Gott und die Ewigkeit]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er fühlt sich verkauft und verraten! Das Sinnbild des katholischen Konservatismus, der einstige Gralshüter der kirchlichen Moralvorstellungen sieht sich wie durch ein &#8222;Fegefeuer&#8220; gegangen. <a title="Spiegel über Mixas Rücktritt" href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,700949,00.html">Der Spiegel berichtet jüngst über die neuen Leiden des Walter Mixa.</a> Man habe ihm seine Resignation vorgesetzt, ihn zum Rücktritt gezwungen. Alles sei ein abgekartetes Spiel gewesen, so erscheint es, wenn man diesen Artikel liest.</p>
<p>Sei&#8217;s drum, wenn es um Vorwürfe sexuellen Missbrauchs geht. (Diese sind nicht bewiesen.) Wichtig ist dem zurückgetretenen Bischof vor allem klarzustellen, dass die Prügelstrafe seinerzeit akzeptiert und sogar legal war.<span id="more-1373"></span></p>
<p>Nun, verstanden hat er nichts: Es geht nicht darum, was legal, es geht nicht darum, was akzeptiert war. Er, Bischof Mixa selbst, hat sich allzu häufig als moralische Instanz über Menschen erhoben, hat gerade auch Homosexuellen das Leben schwer gemacht. Er hat dabei auch gerne ignoriert, was mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert &#8230; und hoffentlich auch bald in Gänze rechtlich festgeschrieben &#8230; ist: dass Schwule und Lesben die gleichen Rechte haben müssen wie Heterosexuelle, ja dass Schwule und Lesben (bis auf ein kleines Detail) genauso <strong>sind</strong> wie Heterosexuelle.</p>
<p>Was &#8222;modern&#8220; ist, also nicht dem traditionellen Familienbegriff entspricht, ist für ihn wohl einfach nur &#8222;eine gesellschaftliche Fehlentwicklung&#8220; vor der man (insbesondere die CSU) nicht kapitulieren darf. (<a title="Spiegel über Neuausrichtung der Union" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,443788,00.html">Spiegel berichtete in anderem Zusammenhang darüber</a>.) Und wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet, wird gleich die gesamte sexuelle Revolution zum ursächlichen <a title="Sexuelle Revolution schuld an Übergriffen in katholischer Kirche" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,678203,00.html">Grund für Übergriffe in der katholischen Kirche</a> hochstilisiert.</p>
<p>Kurz: Er ist einer unserer liebsten Hassobjekte, dieser Mann, der unter dem Deckmantel der &#8222;Christlichkeit&#8220; die Unmenschlichkeit starrer Gesellschaftsregeln zu Grundfesten für die Ewigkeit erklären wollte. Ja nichts ändern an tradierten Idealbildern, egal wieviele Menschen man damit aus der Gemeinschaft ausschließt. Sollen sie sich doch anpassen an das, was &#8222;gute Christen&#8220; tun!</p>
<p>Nun: wenn man dieser Logik folgt, dann ist es also recht, Kinder zu prügeln. Dann erst zu behaupten, man habe es nicht getan, dann doch langsam zugegeben, dass da was war, dann sich aber nicht mehr an die Details zu erinnern (&#8230; wie war das noch: &#8222;Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider Deinem Nächsten &#8230;&#8220;?) Es ist also solange recht, wie es nicht eine Gesellschaft gibt, die (obwohl durchzogen von Atheisten, Schwulen und alleinerziehenden Müttern) besser erkannt hat, was faierer, was menschlicher Umgang miteinander bedeutet, als der Augsburger Bischof selbst. Denn für ihn war es ja recht &#8230; weil damals akzeptiert (und legal!), doch heute?</p>
<p>Wenn Gottes Reich die Ewigkeit ist, dann muss das, was damals unrecht war, es auch heute noch sein. Dann muss das, was damals recht war, es auch heute noch sein. Und wenn der Bischof erkannt hat, dass die Gesellschaft sich weiterentwickelt hat &#8230; hin zu der Erkenntnis, dass Kinder prügeln offenbar doch nicht &#8222;recht&#8220; ist &#8230; und dies implizit auch so sieht, dann gibt es nur eine logische Antwort auf die Frage, warum er es damals getan hat: Er hatte eben nicht recht! Und das wirft die Frage auf, inwiefern die katholische Kirche als einzig rechtmäßige Interpretatorin der göttlichen Lehre ihren gerechtfertigten Platz hat.</p>
<p>Das Christentum brach einst auf, um überalterte Traditionen zu brechen und einen Weg zu ebenen, der hin zu mehr Menschlichkeit führte. Doch irgendwo auf dem Weg entwickelte sich eine Organisation &#8222;Kirche&#8220;, die ihrerseits wiederum Traditionen bewahrte und den Weg zu mehr Menschlichkeit durch starre Regeln verstellte. In der Tradition derjenigen, die immer noch an mehr Menschlichkeit glauben &#8230; und sich auch dafür einsetzen &#8230; wurden die kirchlichen Würdenträger schon lange von sozial und liberal denkenden Menschen ersetzt, die auf starre Regeln verzichten können, weil sie den Menschen sehen: seine Gefühle, sein Sein und seine Vielfalt!</p>
<p>Gott, wenn es ihn denn gibt, kann sich die Ewigkeit Zeit nehmen. Und wenn es ihn gibt, dann glaube ich zumindest daran, dass er ein Gott ist, dem die Menschlichkeit als das wichstigste Element seiner Schöpfung gilt. Und diesen Gott braucht es nicht zu interessieren, was die Kirche davon hält. Er wird mit Milde auf diejenigen schauen, die ihre Nächsten solange so sein lassen, wie die nunmal sind, solange sie sich nicht gegen andere Menschen unmenschlich zeigen.</p>
<p>Somit ist es passend, dass Mixa von einem &#8222;Fegefeuer&#8220; spricht, durch das er gehen musste. In seiner Welt hat Gott nämlich das &#8222;Fegefeuer&#8220; für diejenigen erfunden, die sich versündigt haben an ihren Mitmenschen. Und so gesehen ist der Metapher des &#8222;Fegefeuers&#8220; eine Art Eingeständnis, dass er, Bischof Mixa höchstselbst, ein Sünder ist.</p>
<p>Und soll man wirklich auf das hören, was Sünder zum Thema &#8222;Moral&#8220; von sich geben?</p>
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		<title>Kann denn Liebe Sünde sein?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 23:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Queerbeet]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[KHG]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wenn ein Mann bei einem Manne liegt&#8220;&#8230; dann hat er nix zu lachen. Steht in der Bibel. Aber wo? Ist (ausgelebte) Homosexualität wirklich eine Sünde (nach wie vor offizieller Standpunkt der katholischen Kirche)? Kann man Christ sein und gleichzeitig homosexuell? Oder ist das Problem eigentlich die (Fehl-)Interpretation einzelner Bibelstellen durch die katholische Kirche oder evangelikale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://queerbeet.org/wp-content/uploads/2010/06/bibel-klein.png" alt="Bibel" title="Bibel" width="150" height="150" class="alignright size-full wp-image-1371" />„Wenn ein Mann bei einem Manne liegt&#8220;&#8230; dann hat er nix zu lachen. Steht in der Bibel. Aber wo? Ist (ausgelebte) Homosexualität wirklich eine Sünde (nach wie vor offizieller Standpunkt der katholischen Kirche)? Kann man Christ sein und gleichzeitig homosexuell? Oder ist das Problem eigentlich die (Fehl-)Interpretation einzelner Bibelstellen durch die katholische Kirche oder evangelikale Gruppen?</p>
<p><strong>Diskussionsabend &#8222;Homosexualität in der Bibel&#8220; am 1. Juli</strong> </p>
<p>Gemeinsam mit der <a title="KHG Karlsruhe" href="http://khg-karlsruhe.de/">Katholischen Hochschulgemeinde (KHG)</a> und Norbert Wölfle vom <a title="Homosexuellenpastoral der Erzdiözese Freiburg" href="http://erzbistum-freiburg.de/html/homosexuellenpastoral.html">Homosexuellenpastoral Freiburg</a> wollen wir die Bibelstellen genauer unter die Lupe nehmen, die Homosexuelle betreffen (könnten), und deren heutige Relevanz diskutiert werden. </p>
<p><strong>20:00 Uhr, im Haus der KHG, Hirschstr. 103</strong></p>
<p>Diese Veranstaltung ist ganz bewusst für alle offen: Wir freuen uns über heterosexuelle Christen aller Konfessionen (egal wie sie zur Homosexualität stehen) genauso wie über Homosexuelle (auch die, die mit der Bibel nichts anfangen können oder wollen). </p>
<p>Die KHG gehört wie auch die Queerbeet zu den studentischen Gruppen in Karlsruhe. Bisher hatte die KHG nichts mit Schwulen und Lesben zu tun &#8211; genauso wie die Queerbeet nichts mit Religion zu tun hat. Daher kam uns die Idee eines gemeinsamen Diskussionsabends über ein Thema, welches beide Gruppen betrifft &#8211; auch um die jeweils andere Gruppe einmal kennenzulernen und möglicherweise gegenseitige Vorurteile abzubauen. </p>
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		<title>Ist Homosexualität heilbar?</title>
		<link>http://queerbeet.org/2010/02/18/ist-homosexualitaet-heilbar/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[heilbar]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Umpolung]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Leute landen versehentlich auf unserem Blog, nachdem Sie in Suchmaschinen nach Begriffen wie &#8222;xxx&#8220; oder &#8222;Gayromeo&#8220; gesucht haben. Auf Platz vier der häufigsten Suchbegriffe findet sich traurigerweise &#8222;homosexualität heilbar&#8220;. Den derartig Hilfesuchenden möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg geben&#8230; Bevor man sich fragt, ob Homosexualität heilbar ist, sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Leute landen versehentlich auf unserem Blog, nachdem Sie in Suchmaschinen nach Begriffen wie &#8222;xxx&#8220; oder &#8222;Gayromeo&#8220; gesucht haben. Auf Platz vier der häufigsten Suchbegriffe findet sich traurigerweise &#8222;homosexualität heilbar&#8220;. Den derartig Hilfesuchenden möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg geben&#8230;</p>
<p>Bevor man sich fragt, ob Homosexualität heilbar ist, sollte man sich zunächst die Frage stellen: Warum sollte man überhaupt versuchen, Homosexuelle zu &#8222;heilen&#8220;?</p>
<p><span id="more-1191"></span><strong>&#8222;Homosexuelle sind krank.&#8220;</strong></p>
<p>Nein. Früher wurde Homosexualität zwar als Krankheit betrachtet, aber bereits 1968 war Homosexualität als Krankheitsbild umstritten. Seit 1992 ist Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endgültig von der Liste der Krankheitsbilder (International Classification of Diseases &#8211; ICD) gestrichen. Als Krankheitsbild vorhanden sind nur noch <a title="ICD 10 Code F66" href="http://www.icd-code.de/suche/icd/code/F66.-.html">&#8222;Psychische und Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung (ICD-10 F66)&#8220; </a>, insbesondere die sogenannte Ichdystone Sexualorientierung:</p>
<blockquote><p>Die Geschlechtsidentität oder sexuelle Ausrichtung (heterosexuell,<br />
homosexuell, bisexuell oder präpubertär) ist eindeutig, aber die<br />
betroffene Person hat den Wunsch, dass diese wegen begleitender<br />
psychischer oder Verhaltensstörungen anders wäre und unterzieht<br />
sich möglicherweise einer Behandlung, um diese zu ändern.</p></blockquote>
<p><strong>&#8222;Homosexualität ist unnatürlich.&#8220;</strong></p>
<p>Nein. Bei über 450 Tierarten wurde <a title="GEO: Homosexualität: War Flipper schwul?" href="http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/287.html">homosexuelles Verhalten nachgewiesen</a> &#8211; von gelegentlichen Seitensprüngen bis zu fast lebenslangen Binddungen. Aber widerspricht das nicht der Evolutionstheorie? Homosexuelle können sich doch nicht fortpflanzen, müssten also aussterben&#8230; Der Soziobiologe E. Wilson meint dazu: &#8222;Beteiligen sich Homosexuelle etwa an der Aufzucht der Kinder von Verwandten, dann fördern sie indirekt auch die Verbreitung des eigenen Erbguts.&#8220;</p>
<p><strong>“Homosexualität ist Sünde.”</strong></p>
<p>Auch wenn die katholische Kirche uns das weismachen will &#8211;  ob man Homosexualität als Sünde betrachtet, ist eine Frage der Interpretation von <a title="Religious Tolerance: A very brief glance at major passages that appear to discuss homosexuality" href="http://www.religioustolerance.org/homglance.htm">nur wenigen Bibelstellen</a>. Dazu muss man wissen, dass zu der Zeit, in der die Bibel geschrieben wurde, unser heutiges Konzept von Homosexualität nicht existierte: eine liebevolle(!) Beziehung(!) zweier erwachsener(!) Menschen. Nimmt man die Bibelstellen <a title="Zwischenraum: Hammerverse - Was sagt die Bibel zu Homosexualität?" href="http://www.zwischenraum.net/2007-06-08.htm">genauer unter die Lupe</a>, so stellt man fest, dass dort die Rede von Vergewaltigung, Pädophilie und heidnischen Ritualen ist &#8211; aber nicht von einer homosexuellen Beziehung im heutigen Sinne.</p>
<p><strong>&#8222;Homosexualität ist nicht normal.&#8220;</strong></p>
<p>Ja, Homosexuelle sind in der Tat eine Minderheit. Genauso geht es Linkshändern und Rothaarigen. All diese Personengruppen sind eben <em>anders</em> als die Mehrheit. Früher wurden Linkshänder &#8222;geheilt&#8220; indem sie auf die Benutzung der rechten Hand umerzogen wurden. Inzwischen weiß man, dass diese Behandlung bei den Betroffenen zu psychischen Problemen, schlechteren Schulleistungen, Gedächtnis- oder Sprachstörungen geführt hat. Und warum wurde diese &#8222;Umerziehung&#8220; überhaupt versucht? Nur weil Linkshändigkeit nicht die gesellschaftliche Norm war. Genauso geht es uns heute mit der sexuellen Orientierung&#8230;</p>
<p><strong>&#8222;Aber ich will meine / mein Kind soll seine Homosexualität trotzdem loswerden!&#8220;</strong></p>
<p>Warum? Liegt das vielleicht daran, dass Homosexualität im konkreten sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Kirchengemeinde, Dorfgemeinschaft) nicht akzeptiert wird? Man sollte sich klarmachen, dass in diesem Fall das Problem nicht beim Homosexuellen zu suchen ist, sondern beim homophoben Umfeld. Die naheliegenden Lösung dieses Problems wäre entweder die Konfrontation mit dem Umfeld und die Bekämpfung der Homophobie, oder der Wechsel des Umfelds, zum Beispiel durch einen Wohnsitzwechsel. Auch wenn ein Outing den Verlust von Freundschaften zur Folge hat: Freunde, die einen Menschen nicht mit allen seinen Eigenarten (insbesondere der sexuellen Orientierung) akzeptieren, sind keine Freunde. Wenn Eltern mit der Homosexualität des Kindes ein Problem haben, hilft vielleicht die Elternbroschüre <a title="Sozialnetz Hessen: Da fiel ich aus allen Wolken - Neue Broschüre für Eltern homosexueller Kinder" href="http://projekte.sozialnetz.de/homosexualitaet/news/elternbroschuere.html">&#8222;Da fiel ich aus allen Wolken&#8220;</a> des hessischen Sozialministeriums.</p>
<p><strong>&#8222;Ich aber unbedingt heterosexuell werden! Wer kann mir helfen?&#8220;</strong></p>
<p>Wer jetzt immer noch den Wunsch hat, seine/ihre sexuelle Ausrichtung zu verändern, dem kann man nur raten sich an einen der vom LSVD gelisteten <a title="LSVD: Liste von Therapeutinnen und Therapeuten" href="http://www.lsvd.de/link/therap_liste.php">Therapeuten</a> zu wenden, die alle angeben, sich den Problemen von Lesben und Schwulen vorurteilsfrei zu widmen. Wer allerdings hofft, dass diese tatsächlich die sexuelle Ausrichtung verändern können, der wird enttäuscht werden: Führende Psychologen sind der Ansicht, dass sogenannte <a title="Wikipedia: Konversionstherapie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konversionstherapie">reparative Therapien</a> nicht nur nicht zum Erfolg führen, sondern potentiell schädigende Wirkung für die Therapierten haben. In einer <a title="BMC Psychiatry: The response of mental health professionals to clients seeking help to change or redirect same-sex sexual orientation" href="http://www.biomedcentral.com/1471-244X/9/11">Studie zum Verhalten von Psychologen</a> gaben nur 4% der Therapeuten an, sie würden auf Nachfrage versuchen, die sexuelle Ausrichtung eines Patienten zu ändern. Ziel einer sogenannten <a title="Wikipedia: Gay Affirmative Psychotherapy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gay_Affirmative_Psychotherapy">affirmativen Therapie</a> ist vielmehr, dass der Betroffene seine sexuelle Ausrichtung erforscht, akzeptiert, und in sein Leben integriert.</p>
<p><strong>&#8222;Aber ich habe gehört, neuste wissenschaftliche Erkenntnisse behaupten, dass eine Heilung möglich ist.&#8220;</strong></p>
<p>Vertreter der sogenannten Ex-Gay-Bewegung behaupten, sie könnten helfen, eine vorhandene homosexuelle in eine heterosexuelle Orientierung zu ändern. Wer psychisch halbwegs gesund bleiben will, sollte sich von derartigen &#8222;Behandlungen&#8220; unbedingt fernhalten! Unter <a title="Beyong ExGay: Ex-Gay Harm - Let Me Count the Ways" href="http://www.beyondexgay.com/article/harm1">beyondexgay.com</a> wird sehr gut zusammengestellt, welchen Schaden solche &#8222;Therapien&#8220;  anrichten: Viele Patienten haben nach jahrelanger Behandlung zwar nicht ihre Homosexualität, dafür aber ihre geistige Gesundheit, ihre Freunde, ihren Partner, ihren Glauben, ihren Job und jede Menge Geld verloren. Grund genug, um <a title="ExGay-Observer: Englischer Therapietester gründet Task Force gegen Exgay-Bewegung" href="http://exgay-observer.blogspot.com/2010/02/englischer-therapietester-grundet-task.html">aktiv gegen Psychologen vorzugehen</a>, die mit solch &#8222;wertlosen Therapien Menschenleben zerstören&#8220;. </p>
<p>Diese Gruppen berufen sich oft auf <a title="Zwischenraum: Spitzerstudie, Amsterdam-Studie, etc. - was steht dort wirklich (nicht)?" href="http://www.zwischenraum.net/wirklich_spitzer.htm">wissenschaftliche Studien</a>, deren Aussagen dann jedoch fehlinterpretiert werden, wie zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Die neue &#8222;Spitzer-Studie&#8220; [...], an der 200 hochmotivierte Personen mit dem Wunsch nach Veränderung teilnahmen, zeigt: Vor der therapeutischen Begleitung sehnten sich 78% (Männer) bzw. 81% (Frauen) erotisch-sexuell nach einem Menschen gleichen Geschlechts, nach der Therapie waren dies nur noch 8% [...] bzw. 4%&#8220;.</p></blockquote>
<p>Die zitierte Studie befasst sich jedoch in Wirklichkeit nicht mit allen Personen, die eine solche Therapie versucht haben, sondern nur solche &#8222;die beanspruchen, ihre sexuelle Orientierung von homosexuell nach heterosexuell geändert zu haben&#8220; &#8211; also denen, bei denen die Therapie nach eigenen Angaben erfolgreich war. Es konnten in den ganzen USA gerade einmal 200 &#8222;Geheilte&#8220; gefunden werden &#8211; diejenigen, bei denen eine Therapie nicht erfolgreich war, wurden in der Studie überhaupt nicht erwähnt.</p>
<p>Es werden auch gerne <a title="Zwischenraum: Grotesk - Ex-Gay-Literatur und die Wissenschaftler, auf die sie sich beruft" href="http://www.zwischenraum.net/grotesk.htm">international anerkannte Organisationen zitiert</a><br />
und dabei die Aussagen verdreht. So wird beispielsweise eine Aussage des Alfred Adler Instituts</p>
<blockquote><p>wenn ein Klient den Wunsch äußert, seine sexuelle Orientierung zu ändern, dann dient uns diese Äußerung als Leitlinie für den weiteren [...] therapeutischen Prozeß.</p></blockquote>
<p>dahingehend interpretiert, dass der &#8222;weitere therapeutische Prozeß&#8220; eine Änderung der sexuellen Orientierung zum Ziel habe &#8211; dem widerspricht das zitierte Institut entschieden:</p>
<blockquote><p>&#8222;Leider hat [...] nur zwei Sätze zitiert, nicht unseren ganzen Brief [...] Dann würde deutlich herauskommen, dass wir gerade keine grundsätzliche Therapiebedürftigkeit annehmen&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>&#8222;Ich glaube das alles nicht.&#8220;</strong></p>
<p>Vielleicht erscheint ja dieser sehr gute und ausführliche <a title="SZ-Magazin: Natürlich schwul" href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/1731/1/1">Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung</a> glaubwürdiger. Und unter <a title="Mission: Aufklärung - Netzwerk gegen religiös begründete Diskriminierung" href="http://www.mission-aufklaerung.de/stellungnahmen.html">mission-aufklaerung.de</a> findet man außerdem eine Reihe von Gutachten und Stellungnahmen zum Thema &#8222;Umpolung&#8220;.</p>
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		<title>Queerer Jahresrückblick</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 01:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein frohes neues Jahr all unseren Blog Lesern! Es ist viel passiert im vergangenen Jahr. Das wichtigste Ereignis 2009 war natürlich die Neugründung der Queerbeet-Hochschulgruppe am 27. Mai. Über unsere ersten sechs Monate wurde an dieser Stelle ja schon berichtet. Aber auch außerhalb der Hochschulgruppe gab es viele Ereignisse in der queeren Welt, die man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein frohes neues Jahr all unseren Blog Lesern!</strong></p>
<p>Es ist viel passiert im vergangenen Jahr. Das wichtigste Ereignis 2009 war natürlich die Neugründung der Queerbeet-Hochschulgruppe am 27. Mai. Über <a title="Queerbeet-Blog: Sechs Monate Queerbeet. Eine Bilanz." href="http://queerbeet.org/2009/11/27/bilanz-sechs-monate-queerbeet/">unsere ersten sechs Monate</a> wurde an dieser Stelle ja schon berichtet.</p>
<p>Aber auch außerhalb der Hochschulgruppe gab es viele Ereignisse in der queeren Welt, die man in den täglichen (Hetero-)Nachrichten meist vergeblich sucht. Für alle, die nicht regelmäßig die queeren Nachrichten verfolgen (z.B. beim <a title="Pressespiegel des LSVD" href="http://www.lsvd.de/7.0.html">Pressespiegel des LSVD</a>) hier mal eine <span style="text-decoration: line-through;">kurze</span> Zusammenfassung, was im Jahr 2009 in der schwul-lesbisch-bi-trans-Welt so los war.</p>
<p><span id="more-1146"></span></p>
<p><strong>Deutschland:</strong></p>
<p>In Berlin ist &#8222;gayfriendly&#8220; nicht mehr optional: Nachdem der Betreiber einer Eisdiele angeblich schwule und lesbische Gäste beleidigt hatte, haben etwa 2000 Schwule und Lesben <a title="Queer.de: Protest gegen Dolce Freddo" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10390">dagegen protestiert</a> &#8211; direkt vor seiner Tür. Ähnliches Szenario <a title="Queer.de: Demo gegen gewaltsamen Übergriff in Berlin Kreuzberg" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10621">vor einem Falafel-Restaurant</a>: der Betreiber hatte angeblich zwei Schwule mit einer Eisenstange angegriffen. Das kann im neueröffneten <a title="Queer.de: Homo-Herberge mit Heten und Gleitgel" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10147">Hotel der schwulen Kette &#8222;Axel&#8220;</a> (natürlich heterofriendly) nicht passieren. Ebenfalls in Berlin konnte der geplante Auftritt des homophoben jamaikanischen Reggae-Sängers Sizzla <a title="Queer.de: Sizzla-Konzert gleich zweimal abgesagt" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11435">verhindert werden</a> &#8211; hier demonstrierten etwa 500 Menschen. Auftritte in <a title="Queer.de: Wuppertal vereint gegen Sizzla" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11432">anderen deutschen Städten</a> fanden jedoch trotz Protesten statt.</p>
<p>Ein <a title="Queer.de: Protest gegen Homo-Heiler" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10454">Psychologen-Kongress</a> in Marburg hat im Vorfeld massive Proteste ausgelöst, weil dort auch zwei Referenten auftreten sollten, die die &#8222;Umpolung&#8220; von Homosexuellen propagieren. Als Reaktion auf die Proteste entstand auf der Gegenseite die sogenannte <a title="Wikipedia: Marbuger Erklärung 2009" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Erkl%C3%A4rung_(2009)">Marburger Erklärung</a> <em>&#8222;Für Freiheit und Selbstbestimmung &#8211; gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände&#8220;, </em>in welcher gefordert wird, die Forschung und den Diskurs über sowie die Durchführung von Umpolungs-Therapien zuzulassen. Nach dem Kongress wurde heftig gegen eine der Unterzeichnerinnen &#8211; die Philosophie-Professorin Edith Düsing &#8211; <a title="Queer.de: Protest gegen homophobe Professorin" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11509">protestiert</a>. Einen weiteren Bericht dazu gibt es beim <a title="Kölner Stadt-Anzeiger: Küsse im Hörsaal" href="http://www.ksta.de/html/artikel/1260194903824.shtml">Kölner Stadt-Anzeiger</a>.</p>
<p><strong>Politik:</strong></p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in einem <a title="Queerbeet.org: BVG-Urteil - Ungleichbehandlung verfassungswidrig" href="http://queerbeet.org/2009/10/24/bvg-urteil-ungleichbehandlung-verfassungswidrig/">Urteil</a> festgehalten, dass Ungleichbehandlungen von Ehe und Lebenspartnerschaft grundsätzlich nicht verfassungsgemäß sind und insbesondere nicht allein durch den Verweis auf den besonderen Schutz der Ehe gerechtfertigt werden können. Viele Bundesländer haben daraufhin angekündigt, ihr Landesrecht entsprechend anzupassen.</p>
<p>Eine Initiative, den Artikel drei des Grundgesetzes um ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Identität zu erweitern, wurde leider im Bundesrat <a title="Queerbeet.org: Bundesrat lehnt Änderung von Artikel 3 GG ab" href="http://queerbeet.org/2009/12/03/bundesrat-gegen-aenderung-von-artikel-3-grundgesetz/">abgelehnt</a>. Dennoch ist dieser Diskriminierungsschutz durch die im Dezember in Kraft getretene <a title="Queer.de: EU-Grundrechtecharta in Kraft" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11467">EU-Grundrechtecharta</a> ebenfalls abgedeckt.</p>
<p>Eine vom Justizministerium in Auftrag gegebene <a title="Queer.de: &quot;Zypries-Studie: Homo-Recht auf Adoption gut für Kinder&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10798">Studie</a> zeigt, dass Kinder in Regenbogenfamilien keine Nachteile haben. Übrigens: das Wort &#8222;Regenbogenfamilie&#8220; findet man jetzt auch im <a title="Queer.de: &quot;Regenbogenfamilie&quot; in Duden aufgenommen" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10788">Duden</a>. Auf ein allgemeines <a title="Queerbeet.org: Volles Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare? Nicht mit der CDU!" href="http://queerbeet.org/2009/07/29/cdu-gegen-volles-adoptionsrecht-fuer-homosexuelle-paare/">Adoptionsrecht</a> werden wir aber wohl trotzdem noch warten müssen.</p>
<p>Island hat nun eine <a title="L-Talk: Jóhanna Sigurdardóttir und die armen Medien" href="http://www.l-talk.de/gesellschaften/johanna-sigurdardottir-und-die-armen-medien.html">lesbische Premierministerin</a>, Deutschland einen schwulen Außenminister und Vizekanzler. Von den 622 neuen Bundestagsabgeordneten sind übrigens immerhin <a title="Queer.de: Schwule stürmen den Bundestag" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11112">zehn offen schwul oder lesbisch</a>. Leider ist auch der CSU-Politiker Norbert Geis wieder mit dabei &#8211; einer der <a title="Queer.de: Fossil Norbert Geis lästert bei Maischberger" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11314">lautstärksten Homo-Gegner</a>.</p>
<p><strong>Ausland:</strong></p>
<p>Im <a title="Queer.de: Iran verurteilt drei Minderjährige wegen Vorwurfs der Homosexualität zum Tode" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11339">Iran</a> wurden drei Minderjährige wegen Homosexualität zum Tode verurteilt, auch aus dem <a title="Queer.de: Irak exekutiert Schwule" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10202">Irak</a> gab es Berichte von Exekutionen. Im <a title="Queer.de: Langjährige Haftstrafen für neun schwule HIV-Aktivisten im Senegal" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9832">Senegal</a> wurden Schwule zu acht Jahren Haft verurteilt, in <a title="Queer.de: 67 Personen bei Homo-Party in Riad verhaftet" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10628">Saudi-Arabien</a> wurden 67 Philippiner bei einer Schwulenparty verhaftet &#8211; ihnen drohen Peitschenhiebe und Haftstrafen &#8211; und das nur wegen &#8222;Zurschaustellung von Homosexualität&#8220; &#8211; auf homosexuelle Handlungen steht dort die Todesstrafe. Diese wurde auch für <a title="Queer.de: &quot;Uganda: Lebenslang statt Todesstrafe?&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11572">Uganda</a> angekündigt nach heftigen internationalen Protesten rudert die dortige Regierung jedoch wieder zurück &#8211; jetzt sind &#8222;nur&#8220; noch lebenslange Haftstrafen im Gespräch. In der <a title="Queer.de: Provinz in Indonesien beschließt Auspeitschung von Schwulen" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11040">indonesischen Provinz Aceh</a> werden Schwule künftig mit Auspeitschung und Gefängnis bestraft &#8211; während Homosexualität im übrigen Indonesien legal bleibt. Ebenso in <a title="Queer.de: Senat in Burundi verhindert Homo-Verbot" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10022">Burundi</a>, wo der Senat in letzter Sekunde ein Homo-Verbot verhindert hat. In <a title="Queer.de: &quot;Litauen: Thema Homosexualität in Schulen tabu&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10601">Litauen</a> wurde ein Gesetz beschlossen, welches die Erwähnung des Themas &#8222;Homosexualität&#8220; in Schulen verbieten soll &#8211; dieses wurde jedoch vom Präsidenten <a title="Queer.de: &quot;Litauen: Präsident stoppt homophobes Gesetz&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10659">nicht unterzeichnet</a>. In <a title="Queer.de: Indien legalisiert Homosexualität" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10688">Indien</a> wurde ein 150 Jahre altes Gesetz zum Verbot von Homosexualität aufgehoben.</p>
<p>Während dem &#8222;Eurovision Song Contest&#8220; in <a title="Queer.de: Polizei stoppt schwulen Protest, Aktivisten verhaftet" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10431">Moskau</a> wurde eine geplante Demonstration von Schwulen und Lesben gewaltsam aufgelöst, die Demonstranten verhaftet. Auch in der <a title="Queer.de: CSD durch Polizei aufgelöst" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10693">Dominikanischen Republik</a> wurde ein CSD aufgelöst, in <a title="Queer.de: CSD nach Gewaltdrohungen abgesagt" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11065">Belgrad</a> nach Gewaltdrohungen abgesagt.</p>
<p>Bei einem Angriff auf ein schwul-lesbisches Jugendzentrum in <a title="Queer.de: Bewaffneter tötet 2 Menschen bei Coming-out-Treff in Tel-Aviv" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10837">Tel-Aviv</a> wurden ein 16-jähriges Mädchen und ein 26-jähriger Gruppenleiter getötet, 15 weitere Besucher des Coming-Out-Treffs wurden verletzt. Die Tat erregte internationales Aufsehen, es kam weltweit zu Solidaritätsbekundungen mit den Opfern.</p>
<p>In der Türkei wurde das drohende Verbot der Gruppe <a title="Queer.de: Verbot von Homo-Gruppe &quot;Lambda Istanbul&quot; abgewendet" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10352">Lambda-Istanbul</a> verhindert. Das &#8222;Werben für Homosexualität&#8220; ist der Gruppe jedoch nach wie vor untersagt. Außerdem begann der <a title="Bericht auf Queer.de" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11008">Ehrenmord-Prozess</a> gegen den Vater des 26-jährigen Ahmet Yildiz, der im Juli 2008 in Istanbul auf offener Straße erschossen wurde.</p>
<p>In <a title="Queer.de: Mexiko-Stadt öffnet die Ehe" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11566">Mexiko-Stadt</a> wurde die Ehe für Homosexuelle geöffnet, in <a title="Queer.de: Erste Homo-Ehe in Südamerika" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11579">Argentinien</a> hat das erste schwule Paar geheiratet, in  <a title="Queer.de: Uruguay beschließt Homo-Adoption" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11019">Uruguay</a> dürfen Schwule und Lesben von jetzt an Kinder adoptieren, in <a title="Queer.de: Oberstes Gericht in Kolumbien verordnet gleiche Rechte" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9936">Kolumbien</a> haben Homo-Paare nun zumindest die gleichen Rechte wie (nicht verheiratete) Hetero-Paare. Auch in <a title="Queer.de: Schweden öffnet die Ehe" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10214">Schweden</a>, <a title="Queer.de: US-Bundesstaat Iowa öffnet Ehe" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10225">Iowa</a>, <a title="Queer.de: Auch Vermont öffnet die Ehe" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10238">Vermont</a> und  <a title="New Hampshire öffnet Ehe" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10524">New-Hampshire</a> kann jetzt geheiratet werden, in <a title="Queer.de: Doch keine Homo-Ehe in New York" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11472">New York </a>wurde die Öffnung der Ehe allerdings verhindert. <a title="Queer.de: Ehe-Öffnung in Portugal voraussichtlich im April" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11551">Portugal</a> plant ebenfalls die Eheöffnung, in <a title="Queer.de: Washington führt Eingetragene Partnerschaften ein" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10279">Washington</a>, <a title="Queer.de: Regierung in Irland beschließt Partnerschaftsgesetz" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10680">Irland</a> und <a title="Queer.de: &quot;Österreich: Homo-Ehe wird Gesetz&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11388">Österreich</a> wurden eingetragene Partnerschaften eingeführt, und <a title="Queer.de: &quot;Lichtenstein: Homo-Ehe kommt nächstes Jahr&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11547">Liechtenstein</a> plant dies für dieses Jahr.</p>
<p><strong>Sport:</strong></p>
<p>Kurz vor Weihnachten hat sich <a title="Queer.de: Coming-out für britischen Rugby-Star" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11558">Gareth Thomas</a> als schwul geoutet und ist damit der einzige noch aktive offen schwule Rugby-Profi. Erfreulicherweise war das Echo auf sein Outing bisher durchweg positiv. Natürlich ist er <a title="Artikel bei NZ Herald" href="http://www.nzherald.co.nz/rugby/news/article.cfm?c_id=80&amp;objectid=10616803">nicht der erste</a> offen homosexuelle Profisportler. Aber insbesondere in den Sportarten Rugby, Fußball und Football werden Outings von noch aktiven Spielern noch mit Spannung erwartet. Trotzdem ist ein Outing eines Profi-Fußballers laut DFB-Präsident <a title="Welt Online: Warum homosexuelle Profis Outings ablehnen" href="http://www.welt.de/sport/fussball/article5621512/Warum-homosexuelle-Profis-Outings-ablehnen.html">Theo Zwanziger</a> nach wie vor nicht zu empfehlen. Aber der italienische Nationaltrainer Marcello Lippi ist sowieso der Meinung, dass es <a title="Queer.de: &quot;Italiens Trainer: Keine Schwulen im Profifußball&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9846">schwule Profifußballer gar nicht gibt</a>.</p>
<p>Nun soll verstärkt gegen Homophobie in deutschen Stadien vorgegangen werden. So war der VfB-Präsident Erwin Staudt <a title="Queer.de: VfB-Präsident Schirmherr des CSD Stuttgart" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9885">Schirmherr des Stuttgarter CSD</a>, das DSF strahlte eine Dokumentation über <a title="Schwule im Fußball: &quot;Es widert mich an, über so etwas zu reden&quot; bei Queer.de" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10416">Homosexualität im Fußball</a> aus, der DFB stellte ein Länderspiel unter das Motto <a title="Queer.de: DFB kämpft gegen Homophobie" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11199">&#8222;Gegen Homophobie im Fußball&#8220;</a>. Wenig hilfreich ist es dann allerdings, wenn selbst ein Co-Trainer einen Schiedsrichter als <a title="Queer.de: Fußball-Trainer sauer auf &quot;schwulen Schiri&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11495">&#8222;schwule Sau&#8220;</a> beschimpft.</p>
<p><strong>Kirche:</strong></p>
<p>Auf dem Kirchentag in Bremen vertrat Alfred Buß, der Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, die Meinung, Gottes Liebe gelte allen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Homosexualität sei weder eine Fehlentwicklung noch eine Krankheit. Dies löste eine <a title="DerWesten: Homosexualität und Kirche - Breite Unterstützung für den Präses" href="http://www.derwesten.de/wr/Breite-Unterstuetzung-fuer-den-Praeses-id2173430.html">größere Diskussion in der westfälischen Landeskirche</a> aus.</p>
<p>Der ultrakonservative Gerhard Maria Wagner sollte in Linz zum Weihbischof ernannt werden, hat nach massiven Protesten aber <a title="Queer.de: Homo-Heiler Wagner gibt auf" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10008">darauf verzichtet</a>.<br />
<em> </em></p>
<p>Und wie üblich verkünden verschiedene katholische Bischöfe, dass Lesben und Schwule <a title="Bischof Laun: &quot;Homosexuelle Ideologen&quot; denken wie Moslems auf Queer.de" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9854">geheilt werden sollten</a>, Homo-Ehe und -Adoption <a title="Fuldaer Bischof: Homo-Ehe &quot;abartig&quot; bei Queer.de" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9940">&#8222;abartig&#8220;</a> sind, und dass Homosexuelle <a title="Queer.de: &quot;Kardinal: Homos kommen nicht in den Himmel&quot;" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11471">nicht in den Himmel</a> kommen &#8211; aber daran sind wir ja gewöhnt.</p>
<p>Und dann gibt es ja noch die Mormonen: In Utah hat sich im Juli ein schwules Paar auf einem öffentlichen Platz geküsst &#8211; dummerweise hatte die Stadt Utah diesen Platz vorher an die Mormonen verkauft. Der Sicherheitsdienst der Mormonen war sofort zur Stelle, führte die beiden Küssenden ab, rief die Polizei und erstattete Anzeige. Aus Protest dagegen wurden in etwa 50 amerikanischen Städten <a title="Spiegel Online: Homosexuelle gegen Mormonen - Kirchen-Kampf mit Küsschen" href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,643069,00.html">Kiss-Ins</a> organisiert: es trafen sich zwischen 20 und 100 Schwule und Lesben, um sich auf öffentlichen Plätzen demonstrativ zu küssen.</p>
<p><strong>Ein etwas ausführlicherer Jahresrückblick </strong>findet sich bei queer.de:</p>
<ul>
<li><a title="Der Queer.de-Jahresrückblick: Januar bis März" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11576">Januar bis März</a></li>
<li><a title="Der Queer.de-Jahresrückblick: April bis Juni" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11577">April bis Juni</a></li>
<li><a title="Der Queer.de-Jahresrückblick: Juli bis September" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11585">Juli bis September</a></li>
<li><a title="Der Queer.de-Jahresrückblick: Oktober bis Dezember" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11587">Oktober bis Dezember</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Homosexualität in der Bibel</title>
		<link>http://queerbeet.org/2009/08/11/homosexualitat-in-der-bibel/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 13:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Artikel &#8222;Volles Adoptionsrecht für homosexuelle Paare? Nicht mit der CDU!&#8220; endete mit der Aussage, die CDU sei &#8222;zumindest für Schwule und Lesben unwählbar&#8220;. Hier Svetlas Kommentar dazu: A propos unwählbar… tschuldigung ich bin grad sehr amüsiert, der Artikel ist ohne Frage super und auch deine Haltung finde ich richtig: selbstverständlich schneidet sich ein Homosexueller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Artikel <a href="http://queerbeet.org/2009/07/29/cdu-gegen-volles-adoptionsrecht-fuer-homosexuelle-paare/">&#8222;Volles Adoptionsrecht für homosexuelle Paare? Nicht mit der CDU!&#8220;</a> endete mit der Aussage, die CDU sei &#8222;zumindest für Schwule und Lesben unwählbar&#8220;. Hier Svetlas Kommentar dazu:</em></p>
<p>A propos unwählbar… tschuldigung ich bin grad sehr amüsiert, der Artikel ist ohne Frage super und auch deine Haltung finde ich richtig: selbstverständlich schneidet sich ein Homosexueller ins eigene Fleisch, wenn er schwarz wählt (sprechen ja schon für Heteros mehr als genug gute Gründe gegen diese Partei).<br />
Nur sind unter uns doch auch genug, die sich trotz genau gleicher Argumentation für Kirche aussprechen… wäre am besten ein eigenes Thema geworden, aber ich find deinen Artikel nen guten Übergang, außerdem bin ich grad zu bequem um einen unter den abertausenden artikeln in denen uns Christen verwünschen, genauer gesagt den Tot an den Hals wünschen, zufällig auszusuchen.<br />
Gibt es eigentlich noch eine Stelle in der Bibel, die sich an unsereins richtet, außer… ach was soll’s ich find grad ein paar belustigende, obwohl wenn man bedenkt, dass viel sie ernst nehmen wohl besser gesagt beängstigende…</p>
<p><span id="more-725"></span>Gen. 19,4-13<br />
Lot, der in Sodom wohnt, bekommt Besuch von zwei Boten Gottes (Engeln), die er gastlich bei sich aufnimmt:<br />
Sie hatten sich noch nicht zur Ruhe begeben, als schon die Männer der Stadt, jung und alt, das ganze Volk bis auf den letzten Mann, das Haus umringten. Sie riefen Lot und sagten zu ihm: “Wo sind die Männer, die heute abend zu dir gekommen sind? Bringt sie zu uns heraus, damit wir sie erkennen (d.h. sexuellen Verkehr mit ihnen haben)!” Da ging Lot zu ihnen hinaus vor den Eingang, während er die Tür hinter sich schloß und sprach: “Meine Brüder, begeht doch nicht einen solchen Frevel! Da habe ich noch zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt haben. Diese will ich zu euch herausbringen, und tut mit ihnen was euch beliebt. Diesen Männern aber dürft ihr nichts tun; denn sie haben sich unter den Schatten meines Daches begeben.”</p>
<p>… und was war die sinnige Lektion der Geschicht: die Männer wollen andere nötigen und Frauen sind wertlos… blabla ungeheurer Mist… also lasst uns alle gemeinsam ein fröhliches verblendendes Weihnachtslied singen!</p>
<p>Leviticus 18, 22:<br />
Du darfst mit einem Manne keinen geschlechtlichen Umgang haben wie mit einer Frau; es wäre ein Greuel.<br />
Leviticus 20, 13:<br />
Wenn ein Mann sich mit einem anderen Mann wie mit einer Frau vergeht, haben beide Schändliches begangen. Sie sollen mit dem Tode bestraft werden; es lastet Blutschuld auf ihnen.<br />
… ist ziemlich unmissverständlich, oder?… da kriegt man nochmal so richtig Lust auf Sonntag morgens</p>
<p>Römer 1, 18-27:<br />
Deshalb überließ sie Gott den schimpflichsten Leidenschaften. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen. Ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer Begierde gegeneinander: Männer trieben mit Männern Unzucht und empfingen so den gebührenden Lohn für ihre Verirrung.</p>
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