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5 Jahre Meenzelmänner – das etwas andere Jubiläum im Stadion

Die Meenzelmänner, der schwule Fußballfanclub des 1. FSV Mainz 05, feiert sein fünftes Jubiläum. Der Fußballclub engagiert sich für Toleranz im Fußball, ist Anlaufstelle und auch Podiumsdiskussionen zu Themen wie „Fuball und schwul – das geht gar nicht?!“ gehören zur Vereinsarbeit.

Und wo könnte man dieses Juiläum besser feiern als im Stadion? Deswegen haben sich die Veinsmitglieder eine wirklich super tolle Aktion zum Spiel 1. FSV Mainz 05 gegen WFL Wolfsburg überlegt: Die Zuschauer bekamen blaue, grüne, gelbe, rote und orangenfarbene Schilder in die Hand, die einen tollen Regenbogen formierten, dazu gab es zwei große Banner mit der Aufschrift „5 Jahre Meenzelmänner“ und „Fans gegen Homophobie“, die wunderbar das Vereinsjubiläum aufzeigten, aber seht am besten selbst:

 

 

Das Spiel endete mit einem 0:0, Mainz ist somit aktuell auf dem 12. Tabellenplatz der 1. Bundesliga mit 38 Punkten.

Den Meenzelmännern sagen wir auf diesem Weg ein großes Dankschön für diese Aktion im deutschen Profifußball, indem Homophobie leider immernoch ein Thema ist, und wünschen eine gute weitere Vereinsarbeit!

Antrag beim Eishockey

Heute morgen zufällig bei CNN gesehen:

Samstag abend, in der Pause des NHL-Eishockey-Spiels der „Toronto Maple Leafs“ gegen die „Ottawa Senators“. „Maple Leafs“-Fan Alicia steht mit verbundenen Augen auf dem Spielfeld. Nachdem die Augenbinde entfernt wurde, liest sie auf der Anzeigetafel eine Nachricht von „Senators“-Fan Christina:

Sind sie nicht süüüß ?! 🙂

Profifußballer outet sich

In Schweden erscheint am Dienstag die aktuelle Ausgabe des Fußballmagazins „Offside“. Darin outet sich der 20-jährige schwedische Fußballer Anton Hysén, der bis im vergangenen Jahr noch in der ersten Liga spielte. Titel der Ausgabe: „Var fan är alla andra?“ – zu Deutsch etwa: „Wo zum Teufel sind alle anderen?“

Zuvor hatte sich in Europa bisher nur Justin Fashanu als einziger aktiver Profispieler geoutet: 1990 titelte die englische Boulevardzeitung „The Sun“: „I am gay!“. Acht Jahre später beging er Selbstmord, weil er von einem 17-Jährigen beschuldigt wurde, ihn vergewaltigt zu haben.

Weiterlesen: bei der Frankfurter Rundschau und bei Spiegel online sind Artikel zum Thema erschienen.

Ein mögliches Szenario, was passieren könnte, wenn sich ein deutscher Profifußballer outen würde, zeigt das folgende (nicht ganz ernst gemeinte) Video – viel Spaß!

Ich glaub, ich steh im Wald…

Ich glaub, ich steh im Wald und warum ist es hier so dunkel?!?

Das oder zumindest so etwas Ähnliches dachten sich wohl einige unerschrockene Mitglieder, als sie am 19.02.2011 auf dem Parkplatz des Schlosses Hohenbaden (http://www.schloss-hohenbaden.de) in Baden-Baden standen.

Nach einer kurzen Begrüßung und einigen Sicherheitshinweisen durch den anwesenden Vorstand konnte die erste Nachtwanderung der Queerbeet beginnen.

Gruppenbild vor der Wanderung

Die unerschrockenen Wanderer

Die Wanderstrecke führte uns direkt in die Dunkelheit durch einen als „Deutschen Urwald“ deklarierten Bannwald direkt durch die Battertfelsen auf ca. 563 m Höhe (http://www.battertfelsen.de).

Um die Atmosphäre und den Ausblick auf die beleuchtete Stadt von Baden-Baden und die Umgebung besser genießen zu können, wurde größtenteils auf die Verwendung von Taschenlampen bei der Wanderung verzichtet.

Weiterlesen: Nachtwanderung zum Schloss Hohenbaden

Aus dem Abseits – schwule Fußballer

Ein schwuler Amateurfußballer outet sich. Reaktion der Mannschaft:

„Das ist kein Unterschied… Nur die Schwulenwitze lassen wir jetzt weg.“

Zwei Fachjournalistik-Studenten aus Bremen haben als Bachelorarbeit einen Film über homosexuelle Amateur-Fußballer gedreht:

Bei 11freunde.de gibt’s ein Interview mit den Machern.

Gay Games in Köln

Fußball

Fußball

Stellt Euch vor, die Welt wäre andersrum: Ihr schaut euch ein Fußballspiel an, und 95% der Spieler (und der Zuschauer) sind homosexuell. Ihr geht auf ein Straßenfest und 95% der Besucher sind schwul oder lesbisch – wie auch in der Straßenbahn. Ihr geht durch die Straßen und seht gleichgeschlechtliche Paare jeden Alters (!) an jeder Ecke. Und das Beste: es sind alles ganz normale Leute. Keine lustigen Verkleidungen, keine permanenten sexuellen Anspielungen, keine Klischees.

Straßenfest

Straßenfest

So habe ich die diesjährigen Gay Games erlebt, die derzeit (31. Juli bis 7. August) in Köln stattfinden. Etwa 10.000 Menschen aus 70 verschiedenen Ländern begegnen sich stets freundlich und empfinden kulturelle Unterschiede als Bereicherung. Sportliche Wettkämpfe werden harmonisch mit- statt gegeneinander ausgetragen – jeder kann mitmachen, vom Amateur bis zum Spitzensportler. Über 3000 freiwillige Helfer sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft. Durch das reichhaltige Rahmenprogramm ist die Woche sogar für Nicht-Sportler unglaublich attraktiv: Chor- und Bandfestival, Kunstaustellungen, Stadtführungen, Parties, Bühnenprogramm auf dem Straßenfest,…

Turmspringen

Turmspringen

35 Disziplinen sind vertreten: Fußball, Leichtathletik, Schwimmen, Turmspringen, aber auch Bowling, Billard, Schach, Bridge und Cheerleading. Fast alle Wettbewerbe kann man sich anschauen, ohne Eintritt dafür zu bezahlen.

Alles in allem kann ich jedem nur empfehlen, einmal an so einer Veranstaltung teilzunehmen. Leider sind die nächsten Gay Games erst 2014, und Ohio ist auch nicht gerade um die Ecke. Aber es gibt ja noch die EuroGames 2011 in Rotterdam, 2012 in Budapest, und die World Outgames 2013 in Antwerpen.

Noch mehr Bilder anschauen…