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	<title>Queerbeet &#187; FDP</title>
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	<description>Die Hochschulgruppe für Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle in Karlsruhe</description>
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		<title>Bundesrat lehnt Änderung des Art. 3 GG ab</title>
		<link>http://queerbeet.org/2009/12/03/bundesrat-gegen-aenderung-von-artikel-3-grundgesetz/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 14:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bundesrat lehnt die Änderung des Artikels 3 GG ab. Argumentation der Gegner: Diskriminierung ist bereits genügend verboten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesrat hat es seiner Sitzung vom 27. November 2009 verpasst, die Rechte von Schwulen und Lesben zu stärken. Konkret ging es darum, den Artikel 3, Absatz 3 (Diskriminierungsverbot) des Grundgesetztes um das Merkmal der sexuellen Identität zu erweitern. Der Bundesrat hat den Antrag der Länder Berlin, Bremen, Hamburg und Brandenburg, einen derartigen Gesetzentwurf beim Deutschen Bundestag einzubringen, abgelehnt.</p>
<p>(Das <a title="PDF-Dokument Plenarprotokoll 864" href="http://www.bundesrat.de/cln_099/nn_43984/SharedDocs/Downloads/DE/Plenarprotokolle/2009/Plenarprotokoll-864,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Plenarprotokoll-864.pdf">Plenarprotokoll der 864. Sitzung des Bundesrates</a> kann von der Homepage desselben heruntergeladen werden.)</p>
<p>Grundsätzlich ist dies nicht überraschend. Wer hätte schon ernsthaft gedacht, dass ein Bundesrat, der mehrheitlich von CDU-geführten Ländern dominiert wird, einer derartigen Gesetzesinitiative zustimmt? Schade ist nebenbei bemerkt, dass die FDP, die sich in den Verhandlungen zum Koalitionsvertag in vielen (wenn auch nicht allen) Punkten bzgl. Verbesserung der Lage von Schwulen und Lesben durchgesetzt hat, hier offenkundig mitzieht. <span id="more-1119"></span></p>
<p>Enttäuschend ist meiner Auffassung nach insbesondere die Argumentation, mit der in der Debatte die Ablehnung begründet wurde (namentlich durch Bernhard Busemann, der für das Land Niedersachen und durch Jörg-Uwe Hahn, der für das Land Hessen sprach): Offenbar entblöden sich einige Länder nicht, eine Grundgesetzänderung, die gut und richtig wäre und darüber hinaus niemandem schadet, nur deshalb abzulehnen, weil sie der Auffassung sind, Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminert werden, seien bereits ausreichend vor Diskriminierung geschützt.</p>
<p>Für mich persönlich hören sich die Redebeiträge etwa wie folgt an: &#8222;Man stellt sich hin, blubbert frei in die Weltgeschichte hinein, dass man ja voll und ganz hinter den <strong>Inhalten</strong> einer entsprechenden Grundgesetzänderung steht (Vorsicht, es soll ja keiner sagen, wir hätten was gegen Schwule, Lesben, etc.!), stellt sich aber gleichzeitig auf den Standpunkt: Jetzt ist genug antidiskriminiert, die müssen eben mit dem auskommen, was es eh schon gibt.&#8220;</p>
<p>Ich zitiere Herrn Busemann:</p>
<blockquote><p>&#8222;Warum sollte man — zumal bei klarer Rechtsprechung — mit mehr Worten in die Verfassung hineinschreiben, was mit weniger Worten bereits dort steht?&#8220;</p></blockquote>
<p>Nun, das ist ganz einfach beantwortet: Weil es …</p>
<ul>
<li>erstens keine klare Rechtsprechung zu diesem Thema gibt</li>
<li>und zweitens — selbst wenn diese existierte — selbst rein symbolische Worte auch im Grundgesetz einen Nutzen haben … nämlich den, das Umdenken in der Gesellschaft zu fördern!</li>
</ul>
<p>Meiner Einschätzung nach liegt hinter der Ablehnung denn auch ein ganz anderer Grund — einer, der daran zweifeln lässt, dass die Gegener des Antrags hinter dessen Inhalten stehen: Würde man durch den Art. 3 die sexuelle Identität als Merkmal für ein Diskriminierungsverbot einführen, so würde die Argumentation extrem schwierig, warum dann nicht auch Ehe und Adoption in vollem Umfang geöffnet werden müssten. Statt sich dann durch lange und verworrene Argumentationsketten beiderseits durchwühlen zu müssen und endlose Gerichtsverfahren durch alle Instanzen durchzuschleppen, genügte nämlich ein Fingerzeig auf das Grundgesetz. Und das ist scheinbar etwas, was konservativ-bürgerliche und ggf. noch kirchennahe Politiker scheinbar als den gesellschaftlichen Supergau betrachten müssen: Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben, weil alles andere eine klare Diskriminierung darstellt.</p>
<p>Wir merken also einmal mehr: Es ist noch ein langer Weg zur aufgeklärten Gesellschaft, die ihre christlichen Wurzeln <strong>verstanden</strong> hat (statt — wie so häufig — verstaubte Worte aus einem alten Buch — dessen Autoren längst alle tot und begraben sind — immer dann selektiv zu zitieren, wenn es gerade dazu dienlich ist, Menschen die &#8222;anders&#8220; sind, nicht als vollwertig ansehen zu müssen).</p>
<p>In diesem Sinne: Liebt Eure Nächsten! Morgens, mittags und abends, wenn Ihr die Gelegenheit dazu habt <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adoptionsrecht nah oder fern &#8230;</title>
		<link>http://queerbeet.org/2009/09/02/adoptionsrecht-nah-fern/</link>
		<comments>http://queerbeet.org/2009/09/02/adoptionsrecht-nah-fern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 13:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Adoption]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[homophob]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegeneinanderstellung eines Zitats vom Angela Merkel zum Adoptionsrecht für homosexuelle Paare gegen ein  Statement der FDP dazu im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl und die mögliche Regierungskoalition.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem entdeckten katholischen Nachrichtenportal ein deutliches Statement der CDU-Vorsitzenden zitiert:</p>
<address><a href="http://www.kathnews.de/content/index.php/2009/08/28/kanzlerin-hofft-auf-gesprache-mit-dem-papst/">http://www.kathnews.de/content/index.php/2009/08/28/kanzlerin-hofft-auf-gesprache-mit-dem-papst/</a></address>
<p>kurz zitiert:</p>
<blockquote><p>Merkel betonte ferner, dass sie sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet fühle. [...] Gleichzeitig unterstrich die CDU-Vorsitzende, dass die Unionsparteien auch in Bezug auf das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare keine weiteren Zugeständnisse machen können.</p>
<p><span id="more-991"></span></p></blockquote>
<p>Und konkurrierend dazu die mittlerweile offiziell benannte Wunsch-Koalitionsparterin von Frau Merkel, die FDP:</p>
<address><a href="http://www.liberale.de/?wc_c=2980&amp;wc_lkm=23&amp;id=12801" target="new">http://www.liberale.de/?wc_c=2980&amp;wc_lkm=23&amp;id=12801</a></address>
<p>ebenso kurz zitiert:</p>
<blockquote><p>Die FDP fordert die Union und besonders die CSU auf, die gesellschaftlichen Realitäten endlich anzuerkennen und ihren Widerstand gegen ein volles Adoptionsrecht von Lebenspartnern aufzugeben.</p></blockquote>
<p>Wir dürfen gespannt sein, was passiert, wenn es nach dem 27. September tatsächlich zu einer konservativ-liberalen Koalition kommt.</p>
<p>Mein persönlicher Wunsch übrigens: &#8222;Seid wachsam &#8230; und merkt Euch alles genau, was Politiker sagen&#8220;, schaut Euch die diversen Wahlprüfsteine an, mit denen Interessensverbände die Einstellungen der Parteien zu konkreten Themata abfragen (z.B. auch der LSVD) oder lest gleich die Wahlprogramme durch und natürlich &#8222;GEHT ZUR WAHL!&#8220;</p>
<p>Liebt Euch und schönen Gruß an alle Farben des Regenbogens,</p>
<p>Mark.</p>
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