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	<title>Queerbeet &#187; Gemeinderat</title>
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	<description>Die Hochschulgruppe für Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle in Karlsruhe</description>
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		<title>Gemeinderat: OB lässt nicht abstimmen</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 17:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinderat]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebenspartnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde im Karlsruher Gemeinderat ein Antrag diskutiert, in dem es darum ging, die Eintragung der Lebenspartnerschaft in Karlsruhe der Eheschließung gleichzustellen. Konkret wurden gleiche Gebühren, gleiche Räumlichkeiten, sowie die Zuständigkeit des Standesamts gefordert.

Die Formulierung lautete explizit “der Gemeinderrat empfiehlt dem Oberbürgermeister…”. Dennoch befand der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) nach halbstündiger Debatte, dass es so etwas wie eine “Empfehlung an den OB” nicht gebe, und dass er daher über den Antrag keine Abstimmung zulassen würde. Außerdem gab er an, dass laut einer Anweisung des Innenministeriums (des Landes) Eheschließung und Eintragung einer Partnerschaft nicht wie beschrieben gleichgestellt werden dürften, und dass er sich daran halten würde.

Ärgerlich, denn die Parteien hatten vorher ihr Abstimmverhalten bereits kundgetan und jeder Anwesende konnte sich ausrechnen, dass Gegenstimmen nur von der CDU-Fraktion, sowie von zwei weiteren Stadträten zu erwarten waren, und der Antrag daher voraussichtlich mit 32:16 Stimmen sogar mit 2/3-Mehrheit angenommen worden wäre. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde im Karlsruher Gemeinderat ein <a title="Queerbeet: Debatte am 26.01. im Karlsruher Gemeinderat" href="http://queerbeet.org/2010/01/24/debatte-am-26-01-im-karlsruher-gemeinderat/">Antrag</a> diskutiert, in dem es darum ging, die Eintragung der Lebenspartnerschaft in Karlsruhe der Eheschließung gleichzustellen. Konkret wurden gleiche Gebühren, gleiche Räumlichkeiten, sowie die Zuständigkeit des Standesamts gefordert.</p>
<p>Die Formulierung lautete explizit &#8222;der Gemeinderrat empfiehlt dem Oberbürgermeister&#8230;&#8220;. Dennoch befand der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) nach halbstündiger Debatte, dass es so etwas wie eine &#8222;Empfehlung an den OB&#8220; nicht gebe, und dass er daher über den Antrag keine Abstimmung zulassen würde. Außerdem gab er an, dass laut einer Anweisung des Innenministeriums (des Landes) Eheschließung und Eintragung einer Partnerschaft nicht wie beschrieben gleichgestellt werden dürften, und dass er sich daran halten würde.</p>
<p>Ärgerlich, denn die Parteien hatten vorher ihr Abstimmverhalten bereits kundgetan und jeder Anwesende konnte sich ausrechnen, dass Gegenstimmen nur von der CDU-Fraktion, sowie von zwei weiteren Stadträten zu erwarten waren, und der Antrag daher voraussichtlich mit 32:16 Stimmen sogar mit 2/3-Mehrheit angenommen worden wäre.<br />
<span id="more-1163"></span></p>
<p>Herr Dr. Käuflein (CDU) begründete die Haltung seiner Fraktion damit, dass eine Lebenspartnerschaft keine Ehe sei, und verschiedene Dinge verschieden behandelt werden dürften und müssten! Artikel 6 GG fordere eine &#8222;Privilegierung&#8220; von Ehe und Familie, wobei er gleichzeitig feststellte: &#8222;Eine Begünstigung des einen, die dem anderen nicht zu Gute kommt, bedeutet keine Diskriminierung.&#8220; Ah, ja&#8230; </p>
<p>In einem<a title="Queerbeet: BVG-Urteil: Ungleichbehandlung verfassungswidrig" href="http://queerbeet.org/2009/10/24/bvg-urteil-ungleichbehandlung-verfassungswidrig/"> Beschluss des BVG</a> wurde festgehalten, dass die Ungleichbehandlung von Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern nur dann verfassungsgemäß ist, wenn ein “hinreichend gewichtiger Differenzierungsgrund vorliegt”, und dass der bloße Verweis auf Artikel 6 GG kein solcher Grund sei. Herr Dr. Käuflein sah diesen Beschluss jedoch als für das Thema völlig irrelevant an: in dem Urteil ginge es schließlich um Hinterbliebenenrenten, nicht um die Eintragung einer Partnerschaft.</p>
<p>Die übrigen größeren Parteien stellten sich geschlossen hinter den Antrag. Herr Geiger (GRÜNE) berichtete von seiner eigenen Verpartnerung und forderte &#8222;gleiche Liebe &#8211; gleiche Rechte&#8220;. Wenn dem Antrag nicht entprochen werden würde, so bat er darum, wenigstens das Haus Solms &#8211; das Gästehaus der Stadt Karlsruhe, in dem Trauungen normalerweise stattinden &#8211; auch für Eintragungen von Lebenspartnerschaften freizugeben. Frau Melchien (SPD) betonte, man solle sich &#8222;nicht hinter einer Landesregierung verstecken, die die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat&#8220;.  Auch Herr Høyem (FDP) sicherte die Unterstützung seiner Fraktion (mit einer Ausnahme) zu. Frau Döring (KAL) betonte, man werde dafür stimmen, falls der Antrag zur Abstimmung kommen würde, was sie allerdings bezweifeln würde.</p>
<p>So kam es dann auch: OB Fenrich ließ die Abstimmung nicht zu, und wollte bereits zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen, als es weitere Wortmeldungen gab: Herr Fostiropulos von der LINKEN machte dem Unmut der Antragsteller über die Entscheidung des OB Luft. Er stellte die Frage, ob andere Bürgermeister von Baden-Württembergischen Städten (wie Stuttgart oder Freiburg) sich dieser &#8222;Anweisung der Innenministeriums&#8220; widersetzen würden. Außerdem war er der Meinung, der Satz &#8222;Die Verwaltung empfiehlt daher, den Antrag abzulehnen&#8220; (in der Stellungname der Stadtverwaltung zu dem Antrag) impliziere, dass auch eine Abstimmung stattfinden würde.</p>
<p>Auf die Einwände von Herrn Fostiropoulos ging OB Fenrich jedoch nicht weiter ein. Man darf gespannt sein, wie die Kalrsruher Presse in den nächsten Tagen auf diesen kleinen Eklat reagieren wird.</p>
<p><strong>Update:</strong> Auch <a title="ka-news: Lebenspartnerschaften: Keine Eintragung im Standesamt - Antrag nicht zugelassen" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Lebenspartnerschaften-Keine-Eintragung-im-Standesamt-Antrag-nicht-zugelassen;art6066,341112">ka-news.de</a> berichtet &#8211; sogar schon zwei Stunden nach uns <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Und inzwischen haben sie auch einen <a title="ka-news: Gleichstellung in Karlsruhe? Wir müssen draußen bleiben!" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Gleichstellung-in-Karlsruhe-Wir-muessen-draussen-bleiben-;art6066,341317">Kommentar</a> online. Die Gemeinderatsfraktion der <a href="http://www1.karlsruhe.de/Gemeinderat/Gruene-Fraktion/Presse/2010/0127pr01.htm" title="Bündnis90 / DIE GRÜNEN: Mehrheit der StadträtInnen möchte das Standesamt für Lesben und Schwule öffnen">GRÜNEN</a> sowie die der <a href="http://s162776840.online.de/dielinke15/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=1678:gleichstellung-von-lebenspartnerschaften-ob-blockiert-mehrheit-im-gemeinderat&#038;catid=41:presse&#038;Itemid=48" title="DIE LINKE: Gleichstellung von Lebenspartnerschaften - OB blockiert Mehrheit im Gemeinderat">LINKEN</a> haben Pressemitteilungen herausgegeben. Die BNN hat es am Mittwoch geschafft, auf 14 der 25 Tagesordnungspunkte einzugehen, und trotzdem den Gleichstellungsantrag mit keinem Wort zu erwähnen! <img src='http://queerbeet.org/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' />  Am Donnerstag gab es dann aber doch noch einen <a title="BNN: Verpartnerungen weiter Sache der Verwaltung" href="http://queerbeet.org/2010/01/26/gemeinderat-ob-laesst-nicht-abstimmen/bnn-artikel-28-01-10/">Beitrag dazu</a>. Sogar mit Bild &#8211; einem wunderbar nichtssagenden Foto des Haus Solms.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Debatte am 26.01. im Karlsruher Gemeinderat</title>
		<link>http://queerbeet.org/2010/01/24/debatte-am-26-01-im-karlsruher-gemeinderat/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 14:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fenchurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinderat]]></category>
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		<category><![CDATA[Karlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenspartnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[zur Gleichstellung bei Eintragung von Lebenspartnerschaften Auf Initiative der LINKEN im Karlsruher Gemeinderat kam ein Antrag zustande, der von den GRÜNEN und den Freien Wählern mitgetragen wird. Es geht darum, die Eintragung der Lebenspartnerschaft der Eheschließung gleichzustellen und die erforderlichen Schritte dafür einzuleiten, wie: Zuständig für die Eintragung einer Lebenspartnerschaft wird das Standesamt. Die Eintragung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>zur Gleichstellung bei Eintragung von Lebenspartnerschaften</strong></p>
<p>Auf Initiative der LINKEN im Karlsruher Gemeinderat kam ein Antrag zustande, der von den GRÜNEN und den Freien Wählern mitgetragen wird. Es geht darum, die Eintragung der Lebenspartnerschaft der Eheschließung gleichzustellen und die erforderlichen Schritte dafür einzuleiten, wie:</p>
<ol>
<li>Zuständig für die Eintragung einer Lebenspartnerschaft wird das Standesamt.
<li>Die Eintragung von Lebenspartnerschaften kann in allen Räumlichkeiten stattfinden, in denen auch Eheschließungen durchgeführt werden.
<li>Die Gebühren für die Eintragung einer Lebenspartnerschaft werden den Gebühren für eine Eheschließung angeglichen.
</ol>
<p><a href="http://www.karlsruhe.de/rathaus/gemeinderat/sitzungen_gr/dokumente/download?dok=100118-33376-DF-99998:33376">&raquo; vollständigen Antrag runterladen&#8230;</a></p>
<p>Der Antrag wird am 26. Januar 2010 um 15.30 Uhr im Karlsruher Gemeinderat verhandelt (Rathaus am Marktplatz, Bürgersaal). Kommt alle und unterstützt durch Eure Präsenz auf der Zuschauertribüne diesen Antrag!<br />
<span id="more-1153"></span><br />
<strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Baden-Württemberg erwies sich im letzten Jahr mal wieder als Schlußlicht in Sachen Gleichbehandlung Eingetragener Lebenspartnerschaften. Durch die Änderung des Personenstandsrechtsreformgesetzes, die am 01.01.2009 in Kraft getreten ist, hatte der Bund die Zuständigkeit für die Begründung und die Beurkundung von eingetragenen Lebenspartnerschaften eigentlich generell dem Standesamt als Regelzuständigkeit zugewiesen.</p>
<p>Die baden-württembergische Landesregierung hatte mit Berufung auf die Länderöffnungsklausel allerdings beschlossen, daß an der bisherigen landesrechtlichen Zuständigkeitsregelung festgehalten werden soll. Demzufolge ist die Erklärung zum Eingehen einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft wie gehabt &#8222;nicht gegenüber dem Standesbeamten, sondern in den Landkreisen gegenüber den Landratsämtern und in den Stadtkreisen gegenüber den Gemeinden als untere Verwaltungsbehörden abzugeben.&#8220;</p>
<p>In letzter Zeit haben zwar einige Oberbürgermeister (auch mit CDU-Parteibuch) der kreisfreien Großstädte das Standesamt für die Partnerschaftseintragungen geöffnet und später auch die gegenüber einer Eheschließung höheren Gebühren aufgehoben. In Baden-Württembergs drittgrößter Stadt Karlsruhe werden schwule und lesbische Paare bei der Eintragung ihrer Lebenspartnerschaft aber immer noch durch die Stadtverwaltung und OB Heinz Fenrich (CDU) diskriminiert.</p>
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